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PAPAGENO
Bach and more

Volker Braun Trio
Variationen zu Johann Sebastian Bach


Volker Braun - Oboe, Englischhorn, Piano
Andreas Buchmann - Bass
Heiko Jung - Percussion

Ouvertüre Nr. 1 C-Dur BWV 1066
Bourrée I und II für Jazz-Trio

Partita g-Moll BWV 1013 je für Oboe und Jazztrio
Ohne Bezeichnung - Courente - Sarabande - Bourree' Anglaise - Badinerie

Suite G-Dur BWV 1007 bearbeitet für Englischhorn in C-Dur
Courente - Sarabande - Menuet I und II - Gigue

Suite Nr. 3 D-Dur BVW 1068 Air für Jazztrio

total time 52:25

Erscheinungstermin: 15. Mai 2009

Seit drei Jahren ist Volker Braun Kollege und Freund im selben Orchester, sitzt an der Solo-Oboe im Orchestergraben, spielt in der Bigband der Robert-Schumann-Philharmonie und schlug mir die vorliegende CD als Projekt in der Schublade liegend vor - eines von vielen Traumfächern. Dieses Frühjahr haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht, um daraus Wirklichkeit werden zu lassen. Die vorliegenden Aufnahmen sind in der Villa Immenkamp, Chemnitz und im Weimarer Tonstudio der Hochschule für Musik FRANZ LISZT entstanden. Nachstehend einige Fragen an und Gedanken von Volker Braun.

Franz Streuber, Mai 2009

Warum Bach?
Bach ist für mich im übertragenen Sinn einer der ältesten Jazz-Musiker der Musikgeschichte. Seine Themen und Motive sind denen im Jazz oft nah verwandt.

Warum Barock?
Barockmusik ist dem Jazz in vieler Hinsicht ähnlich, im Barock wurde viel improvisiert. Zum Beispiel im Generalbassspiel gibt es durch die Bezifferung nur die Anleitung zur Harmonisation, die die Instrumentalisten während des Spiels, im Augenblick der Aufführung, eigenständig und individuell im Detail ausarbeiten. Kreativität und Virtuosität sind Voraussetzung. Momentane Inspiration spielt immer eine wesentliche Rolle.

Warum Jazz?
Die Energie, die durch den Rhythmus im Jazz entsteht, hat mich schon immer fasziniert und die Improvisation gibt mir mehr Möglichkeiten, meine musikalischen Ideen umzusetzen. Die Freiheit, nicht ausschließlich von der Komposition abhängig zu sein, ist mir wichtig. Meine Begegnung mit Jazz neben meiner klassischen Ausbildung hat mir gezeigt, dass die Grenzen, in denen sich viele klassische Musiker üblicherweise bewegen, offen sind. Die Lust aus diesen Grenzen herauszutreten, haben viele andere Musiker schon verspürt, von denen ich mir wichtige Impulse geholt habe, z.B. das Modern Jazz Quartett.

Warum Oboe/Englischhorn, Klavier?
Auf der Oboe bin ich klassisch ausgebildet. Die Oboe spiele ich seit vielen Jahren im Orchester und in der Kammermusik. Die Oboe ist in der Barockmusik eines der wichtigen ausdrucksstarken Melodieinstrumente. Das Klavier wiederum eignet sich für die Jazzmusik besser als die Oboe. In meiner Schulzeit schon habe ich mehr und mehr Zeit am Klavier mit Improvisieren verbracht und versucht, Boogie-Woogie und ähnliche Jazzmusik, die ich im Radio oder auf Schallplatten hörte, nachzuspielen.

Warum dieses Programm?
Die Solopartiten und -suiten sind im Prinzip notierte Improvisationen. Die Improvisation in verschiedenen Formen über vorgegebene Themen gehörte in der Zeit Bachs für viele gute Musiker zum Alltag. Dieses Prinzip, aus Vorlagen frei zu arbeiten, übertragen wir auf unser Jazztrio. Als Vorlage nehmen wir dabei die reduzierte Notation eines Grundgerüsts, abgeleitet aus der jeweiligen Komposition Bachs. Die auf dieser CD festgehaltenen Improvisationen sind dadurch auch einmalig und bei jedem Konzert wieder neu.

Warum die Musiker?
Wir haben vor vielen Jahren zusammen studiert. Mit dem Bassisten Andreas Buchmann habe ich 1988 mein erstes Klaviertrio gegründet. In den letzten zwanzig Jahren haben wir zusammen in vielen verschiedenen und unterschiedlich großen Besetzungen gespielt, vom Trio bis zur Big-Band. Unsere musikalischen Leidenschaften passen gut zusammen. Es treffen sich Intention, Vorlieben, Aufeinander-Eingehen, Impulse-Geben und Auffangen. Wir ticken einfach gut zusammen ...

Warum Chemnitz?
Weil ich hier meine Stelle als Solo-Oboist in der Robert-Schumann-Philharmonie eingenommen habe und das ein wunderbares Orchester ist, mit außergewöhnlich herzlichen und aufgeschlossenen Kollegen. Chemnitz ist für mich ein Podium geworden, wo ich meine musikalischen Vorstellungen entwickeln kann, experimentierfreudige Musiker finde. Chemnitz ist eine Stadt mit viel Potenzial, vielen Chancen, besonders für experimentelle Musik. Wichtige Indikatoren für mich sind das Museum Gunzenhauser, das Weltecho, das Arme Theater in der Schönherrfabrik, die Kunstsammlungen - in Summe eine attraktive Qualität, die inspiriert, bindet und offen für Gäste ist. Das Tolle an Chemnitz ist, dass noch nicht alles so festgestampft ist.

Die Villa Immenkamp?
Habe ich zuvor noch nicht gekannt. Sie ist ein ideales Podium für Begegnung und Kleinkunst. Bildung wird hier groß geschrieben, das finde ich gut.

Welche Wünsche hast Du mit dieser CD?
Ich hoffe, das hört man ...


Wir danken für die freundliche Unterstützung:

DPFA - Akademiegruppe BHS-TEC GmbH & Co. KG

as - j 5038-2000 auris classic EAN 4260077710387
2009 auris subtilis®
LC 12021 www.auris-subtilis.de

Aufnahme und Mastering: Matthias Middelkamp

Texte: Franz Streuber, Volker Braun, Annelie Schulz

Fotos: Wolfgang Schmidt, Franz Streuber

Produktionsleitung: Franz Streuber

PAPAGENO-Marketing GmbH
Hartmannstraße 7c
09111 Chemnitz
Fon: +49 371/400 22 60
www.papageno-chemnitz.de


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Preis: EUR 16,00 / Stück zzgl. Versand

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