Nun singet und seid froh ...

Bestellnummer: as 5034 - 2000

Nun singet und seid froh ...

Ein musikalischer Adventskalender
mit Frank Höhnerbach und dem Sächsischen Hornquartett

Frank Höhnerbach liest 24 Geschichten von Barbara Bartos-Höppner. Das Sächsische Hornquartett spielt alte sächsische Turmmusik, Advents- und Weihnachtslieder und erzgebirgische Weisen zum Advent.

Martin, Hannes, Christoph, Gottfried und der kleine Karl sind Kurrendesänger und arme Schlucker aus der Lateinschule. Die Zehn- und Zwölfjährigen haben sich zu einem kleinen Chor zusammengefunden und für etwas Nahrung oder ein wenig Geld ziehen sie im Advent von Haus zu Haus. Sie singen in den Bergen und auf dem flachen Land, in der Stadt und auf dem Dorf, vor armen und vor reichen Leuten. Sie singen in fremden Ländern und von weit zurückliegenden Zeiten. In Zeiten eines langen Krieges und in Zeiten, in denen Menschen aus ihrer Heimat fortgehen mußten, weil sie anders glauben wollten, als es der König von ihnen verlangte.

Total 78:18 min

In dulci jubilo

Es war für mich ein besonderer Umstand, als mir im November 1986 an einem Büchertisch in Hannover die Adventsgeschichten von Barbara Bartos-Höppner in die Hände fielen. Alle Schaufenster waren voller Glanz und zu St. Martin schon völlig auf Weihnachten geschmückt. Im damaligen Karl-Marx-Stadt, woher wir kamen, waren wir noch lange nicht so weit. Mit der Kurt-Schwitters- Produktion „Mein Blaues Klavier“ des Karl-Marx-Städter Schauspielhauses waren wir in das Sprengel Museum Hannover eingeladen gewesen. Eine Ausnahmesituation!

Den Adventskalender zu den Kurrendesängern hatte ich für meine Kinder mitgenommen und später auch in unseren Konzertprogrammen zur Weihnacht verwandt. Aus diesen Geschichten spinnen sich somit Fäden konkreter Begegnung, bedachten Erzählens und beherzten Musizierens, welche wir hier neu verknüpfen und Ihnen mit den besten Wünschen für eine frohe Weihnacht in die Hände legen. Wir, das sind meine Freunde Alan Korck aus Hof, Andreas Roth aus Dresden, Mathis Stendike und Frank Höhnerbach aus Chemnitz und Ihr Franz Streuber.

2008 auris subtilis®
Aufnahme und Mastering: Horst Springer

Presse

Eric Daumann bei Klassik.com

Es ist beileibe keine wirklich neue Idee, einen musikalischen Adventskalender auf den Markt zu bringen. Solcherlei Adventskalender sind inzwischen Legion. Die herkömmlichen Schokoladen-Adventskalender können nie enttäuschen, weil ihr Inhalt das verheißt, was man erwarten darf: Schokolade. Anders ist dies bei den musikalischen Adventskalendern, deren Inhalt oft und oft mit drittrangigen Einspielungen bestückt und meist ziemlich talentfrei kompiliert wurde.

Eine Ausnahme bildet der musikalische Adventszeitverkürzer des Labels Auris Subtilis, der mit 24 Adventsgeschichten der erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchautorin Barbara Bartos-Höppner, gelesen von Frank Höhnerbach und musikalisch umrahmt vom Sächsischen Hornquartett, aufwartet. Das sächsische Plattenunternehmen aus Chemnitz präsentiert seine audiophilen Kostbarkeiten nicht nur in hervorragenden Interpretationen heimischer Künstler, sondern auch in ansprechenden Klappalben, deren edle Aufmachung durchaus Vorbildfunktion für so manche grässlichen CD-Umhüllungen haben könnte. Geschmackvoll zeigt sich auch das Cover dieses musikalischen Adventskalenders: vier holzgeschnitzte Kurrendesänger aus dem Erzgebirge, mehr bedarf es nicht, um als Cover für diese Scheibe auf dem diesjährigen Weihnachtsmusikmarkt zu dienen. Und das Bild der vier kindlichen Sänger ist zugleich Ausgangspunkt und Programm des Silberlings wie auch der Geschichten von Barbara Bartos-Höppner, eine Jahrhunderte alte Metapher für eine unschuldig-friedvolle Kindheit inmitten friedloser Zeiten. Martin, Hannes, Christoph, Gottfried und Karl sind Schüler der Lateinschule, bettelarm und deshalb Kurrendesänger. In den Geschichten von Bartos-Höppner zieht diese kleine Kindergruppe singend von Haus zu Haus, kehrt beim Erzgebirgs-Bergmann ein, singt auf dem Berg und im Tal, in der Stadt und im Dorf, durchwandert singend und um Nahrung bittend durch die Zeiten des 30-jährigen Krieges, der Napoleonischen Kriege und der Zeit der ersten Eisenbahnen.

Frank Höhnerbach, bis vor kurzem Ensemblemitglied des Schauspiels Chemnitz, liest die Adventsgeschichten – anders als der märchenonkelhafte Hans Paetsch, der diese Geschichten vor ein paar Jahren für die Deutsche Grammophon aufnahm – in einem Duktus des Realistischen und mit dem Engagement eines, der die Texte nicht nur einem kindlichen Publikum präsentieren will. Dabei bleibt er sehr schlicht, ohne übertriebene Dramatik. Akzente setzt Höhnerbach dort, wo leichte Ironie erlaubt ist, etwa, wenn hier und da sein sächsischer Dialekt zum Vorschein kommen darf. Das hat etwas anrührend Unprätentiöses, etwas dem Zeitgeist völlig Konträres. Barbara Bartos-Höppners Geschichten sind bestes Material zur Entschleunigung und Rückbesinnung auf das Atmosphärische, ja Magische der Adventszeit, wie ein ind sie empfindet. Man glaubt, den Rauch der Räuchermännchen förmlich riechen zu können, den klaren Duft der eisigen Kälte und des warmen Holzes in der Wohnstube. Diese Intimität findet ihr Pendant in den Interludien des Sächsischen Hornquartetts. Weich und im Klang konturiert abgerundet bieten die Herren Alan Korck, Andreas Roth, Mathis Stendike und Franz Streuber Hornspiel vom Feinsten: Stücke von Johann Hermann Schein, erzgebirgisches Volksgut oder bekannte Weihnachtslieder wie 'Kommet ihr Hirten', 'Kling, Glöckchen', 'Freu dich Erd und Sternenzelt' oder 'Vom Himmel hoch'. Gerade die Sätze der bekannten Weihnachtslieder haben so gar nichts Spektakuläres, sondern werden als Dienst an der Melodie und klaren Erkennbarkeit der Lieder verstanden. Der Ausnahmestatus dieser Scheibe ist ihre intime, einladende Simplizität. Unter den musikalischen Adventskalendern ist dieser eindeutig der Favorit.

€ 16

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