Donati-Orgel Lichtenwalde

Bestellnummer: as - o 5039-1000

Neu ab 3.10.2012

Im heute restaurierten Zustand ist der Donati-Orgel in der Schlosskapelle Lichtenwalde ihre wahrlich bewegte Geschichte und ihrer engen Verbindung zu Ebersdorf nicht anzusehen. Maßgeschneidert für die Schlosskapelle in Lichtenwalde und entstanden nach einem Vorbild in der Stiftskirche Ebersdorf zog die Orgel im Krieg 1945  zunächst stark beschädigt als Ersatz für das dortige Original in die Stiftskirche nach Ebersdorf um. Dort restauriert und dem Zeitgeschmack entsprechend verändert, leistete sie ihren Dienst bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten im Schloss Lichtenwalde einschließlich der wieder instandgesetzten Schlosskapelle. Das barocke Kleinod nach Lichtenwalde wieder zurückzuführen lag nahe, die weitgehende Wiederherstellung des Originalzustandes war ein großer Wunsch, die Umsetzung ein Wagnis, der hohe handwerklich-künstlerische und finanzielle Aufwand eine immense Herausforderung.

Eine kleine Dokumentation dieser Geschichte ist auf dieser CD festgehalten, da sie Fotos und Tonaufnahmen sowohl im Zustand vor der Umsetzung von der Stiftskirche Ebersdorf und nach der Restaurierung und Fertigstellung in der Schlosskapelle Lichtenwalde enthält und somit zwei unterschiedliche Ansichten und Klangbilder vermittelt. Dafür konnten die Sopranistin Jana Reiner und der Frauenkirchenkantor Matthias Grünert gewonnen werden. Die Fotos stammen von Wolfgang und Kristin Schmidt, die Aufnahme und das Mastering realisierte Markus Gottschall.

Zum Geleit
Weiß und golden glänzend prunkt die Donati-Orgel auf der Empore der Schlosskapelle, geschnitztes Blattwerk rankt sich in den Ecken des Gehäuses und in der Mitte kündet das Wappen derer von Watzdorf vom Ruhm Lichtenwaldes. Besser: kündet wieder davon. Denn die Vergoldung konnte nicht überglänzen, die Schleierbretter auch dem Unbedarf- testen nicht verbergen, was der Orgel bis Juni 2012 noch fehlte: ihre Stimme. Wo die Orgelpfeifen aufgereiht hätten stehen müssten, klafften Löcher. Spieltisch und Gehäuse waren restauriert, sieben Register eingebaut, kleinere Orgelstücke auf dem Instrument seit der geglückten Umsetzung aus der Stiftskirche Ebersdorf nach Lichtenwalde im Dezember 2009 spielbar – mehr erlaubte die Sparvariante zunächst nicht.

Benefizkonzerte der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V., verbunden mit einem Spendenaufruf und das Engagement des Fördervereins „Schloss und Barockgarten Lichtenwalde e.V.“ einschließlich beachtlich hoher privater Beteiligung, ermöglichten die Fertigstellung der Orgel und die Vorstellung dieser CD-Aufnahme, deren Besonderheit in der dokumentarischen Vergleichsmöglichkeit des Klangbildes der Orgel vor der Restaurierung in der Stiftskirche Ebersdorf und dem jetzigen restaurierten Zustand in der Schlosskapelle Lichtenwalde besteht.

Foreword
The Donati organ glows white and golden in the choir loft of the Palace Chapel. Carved foliage climbs up the corners of its case, and in the middle the Watzdorf coat-of-arms proclaims the glory of Lichtenwalde. Or perhaps we should say, proclaims it once again. For malleated gold could not disguise, nor ornamental shades conceal from the least intelligent observer, what the organ lacked until June 2012: its voice. Gaps yawned where pipework should have stood in proud array. After its successful removal from Ebersdorf Abbey Church to Lichtenwalde in December 2009, the console and case were restored, seven stops inserted, and smaller pieces made playable. But for the time being, that was all the budget version could manage.
Thanks to benefit concerts and a call for donations by the Saxon Mozart Society, and thanks to the commitment of the Friends of Lichtenwalde Palace and Gardens, including impressive involvement from the private sector, it proved possible to complete the organ and to present this CD, whose special feature is that it allows listeners to compare the sound of the organ both before the restoration, in Ebersdorf Abbey Church, and in its present restored state in Lichtenwalde Palace Chapel.

Aufgenommen im März 2009 und Juli/September 2012, Erscheinungstermin: 3. Oktober 2012

 

1-5 Joseph Haydn 1732–1809
Fünf Stücke für die Flötenuhr HOB XIX (aufgenommen in der Stiftskirche Ebersdorf)
Five Pieces for Mechanical Organ

01  Menuet                                                                      39''
02  Menuet                                                                      42''
03  Menuet                                                                      47''
04  Der Kaffeeklatsch                                                       48''
05  Allegro ma non troppo                                               1'19''

6-13 Johann Sebastian Bach 1685–1750

06  Prealudium C-Dur BWV 567                                         1'25''
07  Fantasie C-Dur BWV 570                                             2'41''
08  Fuge C-Dur über ein Thema von T. Albinoni BWV 946    3'26''
09  Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort BWV 1103                1'33''
     (aufgenommen in der Stiftskirche Ebersdorf)

10  Herzlich lieb hab ich dich, o Herr BWV 1115                  2'36''
      (aufgenommen in der Stiftskirche Ebersdorf)

11  Jesu, meine Glaubens Zier
      aus Schemellis Gesangsbuch BVW 472                         2'52''
12  Die güldne Sonne, voll Freud und Wonne
      aus Schemellis Gesangsbuch BWV 451                         1'32''
13  Der Tag ist hin
      aus Schemellis Gesangsbuch BWV 447                         2'41''

14 Giovanni Battista Bassani um 1657–1716 Sonata       2'50''

15 Heinrich Schütz 1585–1672
    Ich will den Herren loben allezeit
    Geistliches Konzert für Sopran und Orgel SWV 306         3'36''

16 Johann Simon Mayr 1763–1845 Gran Preludio             3'33''

17 Alessandro Stradella 1639–1682 Aria di Chiesa
     für Sopran und Orgel                                                    8'03'' 

18 Franz Anton Hugl 1706–1745
    Prelude et Fugae quarti toni                                           2'59''

19 Allesandro Scarlatti 1660–1725
     Speranze mie
     Kantate für Sopran und Orgel                                         6'23''

20  Felix Mendelssohn Bartholdy 1809–1847
     Andante D-Dur                                                             2'54''

21 Elsbeth Forner 19. Jhd.
     Marsch in Es-Dur                                                         1'33''

(Wenn nicht anders angegeben, sind die Aufnahmen in der Schlosskapelle Lichtenwalde aufgenommen.)

total     54'52''

 

aufgenommen / recorded: Ebersdorf, März 2009 Lichtenwalde, Juli / September 2012 Aufnahme und Mastering / Recording and mastering: Markus Gottschall www.mg-audio.de
Übersetzung / English translation J. Bradford Robinson
Fotos / Photos: Wolfgang und Kristin Schmidt
Produktionsleitung / Producer: Franz Streuber
Design und Produktion / Design and Production

as - o 5039-1000 auris organum
EAN 4260077710394
2012 auris subtilis®

Vertrieb: Avi-Service for music/ harmonia mundi

€ 16

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