SlovaCzech – Mährische und Slowakische Folklore

Am 6. Dezember 2010 erschien in unserem Label die inzwischen leider vergriffene CD von SlovaCzech.
Findige suchen vielleicht noch andernorts im Handel, können aber alternativ auch die Weihnachts-CD von SlovaCzech in unserem Shop erwerben.

Mährische und Slowakische Folklore, klingt wie Zimbalmusik nun halt ohne Zimbal. Die eigenen Bearbeitungen der Lieder nehmen Einflüsse aus der ungarischen und rumänischen Folklore, sowie ein wenig Jazz und Klassik auf.

SlowaCzech spielt temperamentvolle Folkloremusik hauptsächlich aus dem südlichen Mähren und der Slowakei. So kommt auch der Name zustande. Es ist eine Ableitung der englischen Namen „Slovakia“ und „Czech Republic“. In Ihrem Repertoire befinden sich jedoch auch zahlreiche Stücke, die ursprünglich aus Ungarn, Rumänien und anderen mittelosteuropäischen Ländern stammen. Mit den eigenen Bearbeitungen wird den Stücken ein unverwechselbarer Charakter verliehen, jedoch ohne den Anspruch einer ethnomusikologisch korrekten Interpretation. Die vier jungen Musiker bearbeiten und interpretieren die Musik so wie sie sie empfinden und wie sie ihnen gefällt. So bringen sie in die Musik Elemente der klassischen Spieltechnik und Harmonie sowie auch Einflüsse anderer Musikstile wie Jazz und Folk.

Josef Žák – 1. Geige
Adéla Mišoňová – 2. Geige
Eva Šušlíková – Bratsche
Viktor Slezák – Kontrabass
Michal Horsák – Zymbal

 

 

TUYA KLANGWERK ZWUKOMALBA – Klangbild

Im Mai 2010 wurde Tuya Klangwerk als solists in residence des Sächsischen Mozartfestes ausgezeichnet und mit mehreren Konzerten und Projekten betraut. Die Aufnahmen dieser Edition entstanden zu Teilen am 17. Mai 2010 im Restaurant Flemming im Klinikum Chemnitz.

Das Booklet enthält Fotos der beiden Musiker Mathis Stendike und Petr Krupa und sparsam einige Gedichte von Franz Wagner-Streuber, die erstmals veröffentlicht wurden.

Sie finden die CD in unserem Shop hier.

CD- Rezension zu Tuya Klangwerk CD Klangbild-Zvukomalba
erschienen in: das Orchester 04/2011, Seite 76

Zum ersten Mal betrat Wolfgang Amadeus Mozart am 12. April 1789 sächsischen Boden, als er eine neue Konzertreise antrat und zwei Tage später im Residenzschloss zu Dresden ein Hofkonzert gab. Zweihundert Jahre nach seinem Todestag gründete sich in Chemnitz 1991 die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V., einmal jährlich veranstaltet der Verein das „Sächsische Mozartfest“. 2010 zeichnete die Gesellschaft das Duo Tuya Klangwerk (Petr Krupa und Mathis Stendike) als „soloists in residence“ aus und vertraute ihm mehrere Konzerte und Projekte an. Ein klingendes Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist nun auf der CD Tuya Klangwerk zu hören; die Aufnahmen dazu entstanden teilweise während einer Veranstaltung am 17. Mai 2010 im Klinikum Chemnitz.

Tuya Klangwerk benutzt überwiegend Instrumente, die schon zu Mozarts Zeiten fester Bestandteil damaliger Musik waren: Viola, Violine, Flöte, Horn. Dennoch scheint die Musik des Duos meilenweit von der Mozarts entfernt zu sein. Was einzig und allein an der Verwendung diverser Electronics liegt, die dem Sound einen Aspekt jenseits klassischer, von Mozart beeinflusster Musikvorstellungen verleihen. Wo Petr Krupa mit den Fingern die Saiten zupft, anstatt sie zu streichen, erhebt sich neben und hinter dem Klang das fein ziselierte, in kleinen Häppchen dargebotene elektronisch erzeugte Material. Pfeifen, Säuseln, Rauschen, Summen, Flüstern, Knistern – das elektronische Klangmaterial weist mit kleinem Finger zur Geräuschfamilie hin, die Luigi Russolo 1916 definierte.

Krupa und Stendike beziehen sich auf prähistorische Musikstile, die sie mit einem zeitgenössischen Sound belegen, der in Electronic-Kreisen gerne als Lounge Music oder, negativer, als New-Age-Klänge betitelt werden. Doch diese beiden Positionen widersprechen sich bei Tuya Klangwerk überhaupt nicht. Das Gegenteil gilt: Wo die Saiten- und Blasmusik an ihre kreativen Grenzen stößt, übernehmen klug gesetzte elektronische Soundtüfteleien die Verbindung zwischen Klassik und Moderne. Mal klingt die Musik wie Irish Folk, wenn Petr Krupa wie in Nur jetzt den Augenblick der Klangentstehung einzufrieren scheint. Dann wieder schreitet die Musik durch höfische Passagen wie in Minnesänger, als sei Orlando di Lasso auf einen Sprung vorbei gekommen. In diesen Momenten verbeugen sich Krupa und Stendike vor den Meistern der Tradition, indem sie der traditionellen Musik die Unruhe des Zeitgeistes und den Rhythmus unserer Tage an die Seite stellen.

„Musik darf das Ohr nie beleidigen, sondern muss vergnügen.“ Hat Mozart einmal gesagt. Das wäre immer ein Sündenfall, den Tuya Klangwerk für sich ausgeschlossen hat. Ihre Musik wirkt an keiner Stelle so, als gälte es, auf Biegen und Brechen einen Schulterschluss zwischen Klassik und Unterhaltung herzustellen. Tuya Klangwerk bekommen immer rechtzeitig den Fuß aus der Türe, hinter der die Falle einer unverbindlich-seichten Kunstmusik lauert.

Klaus Hübner

Harts un Neschome – von Jiddisch bis Klezmer

Als 2009 diese Edition erschien, waren noch andere Zeiten. Konzerte waren selbstverständlich, der Applaus des Publikums und ausgelassener Tanz. Der Frieden zwischen in der Gesellschaft und zwischen den Staaten schien weitgehend stabil. Mögen für alle Menschen mit „Herz und Seele“ Frieden in glücklicher Gewißheit und freudigem Miteinander rasch zurückkehren! Unsere CD finden Sie in unserem Shop hier.

Anja Bachmann – Klarinette
Kerstin Guzy – Violine
Matthias Würthner – Akkordeon
Tino Scholz – Baß
Hendrik Gläßer – Percussion
Michael Winkler – Percussion

 „Mit Herz und Seele“ – So heißt unsere Band , und so wollen wir Klezmermusik spielen. Uns überwältigt die Vielfältigkeit jiddischer Musik: Ausgelassene Freilechsn folgen auf schlichte Gebete, ein wilder Bulgar fährt uns in die Beine und gleich darauf rührt uns eine zarte Melodie zu Tränen. Diese faszinierenden Erfahrungen wollten wir gerne mit unseren Freunden und Fans teilen; zuerst eher spontan und als Kostprobe auf den Premierenfeiern des Theaters Freiberg, an dem die meisten Bandmitglieder beschäftigt sind. Darauf folgten ernsthafte Vorbereitungen für das erste große Programm „Von Jiddisch…bis Klezmer“ im Mai 2007. Inzwischen treffen wir bei unseren Konzerten in ganz Deutschland auf Menschen, die sich an unserer Musik erfreuen, und immer wieder fragen, ob sie dieses Erlebnis nicht nur im Herzen, sondern auch auf einer CD mit nach Hause nehmen können. Da ist sie nun: unsere erste CD „Harts un Neschome“! Wir wünschen Ihnen viel Freude damit, und hoffen, Sie bald  als Besucher in unseren  Konzerten wieder zu sehen. Denn was kann schöner sein, als sich gemeinsam in den Tönen zu wiegen und den Puls der Musik mit seinem innewohnenden Geheimnis unmittelbar zu spüren.

Touchdown – Big Band der Robert-Schumann-Philharmonie

Mit einer Live-Aufnahme vom 3.9.2009 aus der Chemnitzer Oper setzte nach zweijährigem Bestehen und Schliff durch ihren Band-Leader Rolf von Nordenskjöld die klassischen Philharmoniker im Big Band-Sound zur Landung auf ihre erste Silberscheibe an. Greifbar, ehrlich und vor allem mit Verve und mit der Resonanz ihres Publikums werden die Philharmoniker hörbar, ohne Netz und doppelten Boden. Tiina Penttinen als gestandene Solistin bewegt sich gekonnt zwischen Arie und Song. Die souverän gespielten Tops der Big Band gehörten längst schon auf CD  gebrannt! Seither begeistern sie immer wieder ihr Publium.

Die Details und Hörbeispiele finden Sie in unserem Shop hier.

 

 

Wie lieblich schallt – Sächsisches Hornquartett

Alte und romantische Volkslieder werden vom Sächsischen Hornquartett auf innige und auch auf schmetternde Weise geblasen. Frank Höhnerbach liest die meisten der Liedtexte vorab und bringt den Wert der Worte mit besonderer Eindringlichkeit nahe. Zu hören sind „Innsbruck, ich muß dich lassen“, „Ännchen von Tharau“, „An der Saale hellem Strande“, „Der Mond ist aufgegangen“, „Kein Feuer, keine Kohle“, „Heidenröslein“, „Wer hat dich, du schöner Wald“, „Wie lieblich schallt“ und weitere. Die Musiker erzählen mit ihren Hörnern eine ganz persönliche Geschichte sächsischer Kammermusik- und Freundschaftstradition.

Nach dem „Musikalischen Adventskalender“ ist die vorliegende CD ein weiterer Versuch, dem Hörer mit Text und musikalischem Gestus etwas mitzuteilen und so aus Erlebtem Teilhabe zu ermöglichen.
Die 2009 editierte Einspielung finden Sie in unserem Shop hier.

Seit ich im Frühjahr 1983 das erste Mal mit meinen hornblasenden Kollegen in ihren heimischen Gärten in das Feiern von Natur, Freundschaft und Kollegialität eintrat, begleiten mich die mir damals geläufigen Weisen auf eine neue und lebendig gehaltene Art.

Die Hornisten Wolfgang Schüler und Gerhard Kilényi und der Oboist Gernot Schöne, von dem die meisten der hier eingespielten Lieder stammen, bearbeiteten, was auch immer nur in ihren Sinn kam: Alte Meister, böhmische Blasmusik, Tonfilmmelodie und Schlager, das alte und romantische Volksliedgut und viele Piecen aus der großen Orchesterliteratur zu acht und zur Acht, also für acht Hörner und gleichzeitig Liebgewonnenes würdigend. Das alles in eigener Freude und oft als Ständchen zu Geburtstagen der Freunde kaum, um auf Konzertpodien damit zu brillieren. Ich glaube, diese eher intime Auffassung der Bearbeitung ist den Liedern anzuhören. Lange führten wir die Tradition der Kollegen mit dem Sächsischen Hornquartett fort.

Gleichzeitig formen sich aus dem Wesen der Lieder meine persönlichen Lebens- und Erfahrungslinien. Ihren Ausgang haben sie in dem, was mir als Kind gesungen wurde und ich auch später selber sang.

Sie berühren aber auch die Denkmäler vom Wanderdichter Wilhelm Müller und dem Aufklärer Moses Mendelssohn im Dessauer Stadtpark. Sie streifen die Bauten von Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorf im Dessau-Wörlitzer Landschaftspark. Es klingen die aufmunternden Worte meines Lateinlehrers Waldemar Fietz am Basedowschen Philanthropinum nach, der uns Schülern die Werte des klassischen Humanismus mit seinen Sprachschätzen nahe brachte. Später die wunderbaren Begegnungen mit Hornstudenten aus aller Welt, die zum Internationalen Musikseminar in Weimar gekommen sind, um für sich selbst zu lernen und Gemeinschaft im großen Hornensemble zu erfahren. Und auch die Eindringlichkeit des altersweisen Ernst Gröschel, der mir mit Zauberworten an einem Hammerklavier von Anton Walther mit Mozarts Liedern vom Wesen des „Zeitalters der Empfindsamkeit“ sprach und spielte … alles, wie ich meine, aus der Fülle von Brentanos Wunderhorn kommend.

Schön, unter Gleichgesinnten zu weilen, zu wirken und die alten Fäden weiter zu spinnen.

Viel Freude und Innigkeit damit wünschend – Franz Wagner-Streuber

Von der Karlsbrücke zum Blauen Wunder   

Auf anderen Wegen – aber nicht abwegig!   
Eine musikalische Wanderung von Prag nach Dresden mit den Original Elbländer Blasmusikanten

Klassiker, die sonst im Frack in den Orchestergräben der sächsischen Bühnen spielen, schlüpfen mit Froh- und Gemeinschaftssinn in ihre grünen Westen, um musizierend die Schönheit tschechischer und deutscher Blasmusik zu leben. Prägnanz und Virtuosität, Humor und Publikumsnähe haben inzwischen eine treue Zuhörerschaft wachsen lassen – es war höchste Zeit, als sie 2009 ihre erste CD vorlegten. Sie finden die CD in unserem Shop hier.

Klassische Bläser in den sächsischen Orchestern haben ihre musikalischen Wurzeln meist in den Posaunenchören der Kirchgemeinden und den dörflichen oder städtischen Blasorchestern. Ob als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, fast immer findet ein Blechbläser früher oder später den Weg zu jener Musik, die aus der Mode gekommen scheint. Die unverkünstelte Sonntagnachmittagsmusik sucht man heute vergeblich in Hitparaden und Radioprogrammen. Als Teil der ursprünglichen Volksmusik weicht sie dem folkloreartigen Schlager, einem künstlichen Bild von Tradition und Kitsch. Offensichtlich braucht es dann wieder einen neuen und unverfänglichen Zugang, um sich diesem Ursprünglichen und Selbstverständlichen zu nähern. Denn wo sonst wird Tradition so natürlich gelebt wie bei handgemachter Musik, die gar nichts Außergewöhnliches sein will. Gut und liebevoll gespielte Blasmusik wirkt unmittelbar und ist unvergänglich. Plötzlich hat man alle Zeit der Welt und im Maß von ruhiger Polka, Walzer und Marsch, dem warmen Sound von hohem und tiefem Blech (vielleicht auch einem gedeihlichen Bier) wird wieder das am wichtigsten, wovon Medien und Hektik des Alltags weit entfernt sind: Muße, Geselligkeit, Freundschaft und gute Musik. Das hört man auch. Und so ist die vor Ihnen liegende CD ein Stück der musikalischen Wurzeln jener Musiker, die Ihnen im Frack, aber auch in ihren grün und gelb bestickten Westen begegnen können. Spiellaunig sind sie immer!

Die Donati Orgel – in der Schloßkapelle Lichtenwalde

Auch wenn gegenwärtig keine Führungen und Konzerte möglich sind, so lohnt sich doch ein Spaziergang und Besuch im Schloß mit seiner Schloßkapelle in Lichtenwalde. Unterstützt mit der vorliegenden Aufnahme mit der Sopranistin Jana Reiner und dem Frauenkirchenkantor Matthias Grünert wird so die wechselvolle Geschichte des Schlosses mit seiner Orgel in Korrespondenz zur Stiftskirche in Ebersdorf erlebbar und nährt vielleicht Freude am Gewordenen und bald vielleicht wieder stattfindenenden musikalischen Veranstaltungen. Die CD mit Aufnahmen von Haydn, Bach, Schütz u.v.m. finden Sie in unserem Shop hier.

Romantischer Streicherklang aus Dresden

Eine Empfehlung in Zeiten, in denen der Busuch der Konzerte schon viel zu lang nicht möglich ist:

Wolfgang Hentrich
Philharmonisches Kammerorchester Dresden

2009 publizierte der Förderverein der Dresdner Philharmonie anläßlich des 40jährigen Bestehens des Philharmonischen Kammerorchesters Dresden in unserem Label ein Portrait mit Kompositionen von Grieg, Sibelius, Dvorák und Janácek. Dokumentiert wird der klangliche Wohllaut des Orchesters, sein Blühen und Glänzen, das seinesgleichen sucht und sich bis zum heutigen Tag mit romantisch-warm empfundenem Streicherklang als Markenzeichen der Dresdner Philharmonie erhält.

Die CD finden Sie in unserem Shop des Labels hier.

Edvard Grieg – Aus Holbergs Zeit – Suite im alten Stil für Streicher op.40
Jean Sibelius – Andante festivo für Streichorchester
Antonín Dvorák – Serenade für Streichorchester op. 22
Leoš Janácek – Suite für Streichorchester

Der künstlerische Leiter des Kammerorchesters, Konzertmeister Wolfgang Hentrich, spielt auf einer Violine des venezianischen Meisters Sanctus Seraphin aus dem Jahre 1725.

Sanctus Serafin

Die im Booklet abgebildete und im Besitz des Fördervereins der Dresdner Philharmonie e.V. befindliche Violine mit dem Zettel „Sanctus Serafin“ ist eine echte und originale Arbeit dieses Meisters aus Venedig von ca. 1725-1730. Dieses kostbare Instrument wird von Wolfgang Hentrich  gespielt, der es wie seinen Augapfel hütet und ihren weichen warmen Klang besonders schätzt: “Sie ist zu allem fähig, auch zu ganz süßen Tönen“.

Da regst sich etwas – die Silbermann-Orgel in der Petrikirche Freiberg

Annegret Siedel – Barockvioline
Christian Skobowsky – Orgel

Die vorliegende Aufnahme war eine Offenbarung für mich. Abgehesehen von den eindrücklichen Werken war es vor allem die Vitalität des Orgelspiels von Christian Skobowsky gegenüber den zwar virtuos komplexen aber doch eher statischen Interpretationen, die ich bis dahin seitens der Orgel kannte – Wärme und Feeling überzeugten mich auf Anhieb!

Zudem: für die vorliegende Einspielung standen nicht nur fünf namhafte Barockviolinen aus der Zeit von 1670-1769 zur Verfügung, sondern mit dem 1735 eingeweihten Instrument Gottfried Silbermanns in der Freiberger St. Petrikirche auch eine außerordentliche Orgel. Zeitgleich entstand in der Werkstatt des sächsischen Orgelbaumeisters das Instrument für die Dresdner Frauenkirche, welches wegen Bauverzögerungen in der Kirche erst später aufgestellt werden konnte.

Beide Orgeln läuteten die späte Wirkungsphase Silbermanns ein, beide berücksichtigten das Bedürfnis nach besonderer klanglicher Gravität. Glücklicherweise überlebte die Orgel der Freiberger Petrikirche trotz verschiedener, größtenteils dem Zeitgeschmack geschuldeter Eingriffe.

Die CD erscheint mit den Künstlerbiografien, umfangreichen Texten und Fotos zu den Instrumenten und Werken und der detaillierten Registrierung der eingespielten Werke.

Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

GEORG MUFFAT
Toccata quinta aus dem Apparatus musico-organisticus (1690)

HEINRICH IGNAZ FRANZ BIBER
Sonata XI „Auferstehung Jesu“

JOHANN JACOB FROBERGER
Capriccio, FbWV 514 aus dem Libro Quarto (1656)

HEINRICH IGNAZ FRANZ BIBER
Sonata XII „Himmelfahrt Jesu“

JOHANN SEBASTIAN BACH
Fantasia super Christ lag in Todesbanden, BWV 695

HEINRICH IGNAZ FRANZ BIBER
Sonata XIII „Die Sendung des heiligen Geistes

JOHANN SEBASTIAN BACH
Meine Seele erhebt den Herren, BWV 648 aus den Schübler-Chorälen

HEINRICH IGNAZ FRANZ BIBER
Sonata XIV „Himmelfahrt Mariae“

JOHANN SEBASTIAN BACH
Fuge in d, BWV 539/2 nach der Sonate für Violine solo, BWV 1001/2

HEINRICH IGNAZ FRANZ BIBER
Sonata XV „Krönung Mariae im Himmel“

Romantica – TANGO AMORATADO

Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass das Label auris subtilis auf mehreren Ohren hört und nicht nur Klassiker im Sinne von Mozart, Bach und Beethoven publiziert, sondern feinsinnig seine Fühler in anderen Genres, insbesondere des Tango ausstreckt. Impulsgeber waren und sind Jürgen Karthe und Fabian Klentzke als Tango Amoratado – hier mit ihrer zweiten CD Romantica.

Diese Edition verbanden wir mit einem Portrait des 130.000 Quadratmeter großen Geländes der Schönherrfabrik in Chemnitz, das  zu den bedeutendsten Industriedenkmälern des 19. Jahrhunderts zählt und eine einzigartige Ansammlung von Fabrikgebäuden aus nahezu 150 Jahren darstellt.

Noch heute kocht hier der Stahl und immer wieder auch kulturelle Veranstaltungen. Es lohnt sich, sich gelegentlich interessierend zu vergewissern. Das nächste Konzert der gemeinsamen Konzertreihe Jazz, Classic & Co. ist für den 17. Mai geplant. Vielleicht findet es unter den gegenwärtgen Möglichkeiten doch statt….. www.mozart-sachsen.de

Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Clara und Robert Schumann – Ihr Leben und ihre Musik

Mit einem Kleinod trat 2008 Frau Prof. Gudrun Franke an uns heran, um diese Edition
in unserem Label zu verlegen. Gudrun Franke und Gerhard Erber erzählen das Leben von Clara und Robert Schumann, zusammengestellt aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen, und spielen deren Klaviermusik.

Diese CD ist das Ergebnis einer Leipziger Kulturgeschichte: Bachfest, Gewandhaus, Thomaskirche, Oper, Hochschule und Mendelssohnhaus …. ja, auch Schumann …. in der Schumannrezeption ist Leipzig natürlich ganz wichtig. Lebendig wir der Bezug aber immer wieder nur durch die angeschlagenen Tasten und das in Beziehung bringen der festgehaltenen Worte und Bilder – zu hören auf dieser CD. Diese finden Sie hier in unserem Shop.

Die Klavierstücke:
Robert Schumann Aufschwung Fantasiestücke op. 12/2
Clara Schumann Polonaise C-Dur aus Quatre Polonaises pour la Pianoforte op. 1/4
Clara Schumann Polonaise Es-Dur aus Quatre Polonaise pour la Pianoforte op. 1/1
Robert Schumann Gespenstermärchen Zwölf vierhändige Klavierstücke op. 85/11
Robert Schumann „Presto aus Papillons op. 2/4
Robert Schumann Eusebius und Florestan Carnaval op. 9/5 und 6
Robert Schumann „Innig“ aus Davidsbündlertänze op. 6/2
Clara Schumann Romance „Andante con sentimento“ aus Quatre piéces caractéristiques op. 5/3
Clara Schumann Scherzo op. 14 c-Moll
Robert Schumann Gartenmelodie aus Zwölf vierhändige Klavierstücke op. 85/3
Robert Schumann Variationsthema Bunte Blätter op. 99/1
Robert Schumann „Semplice“ aus Papillons op. 2/7
Robert Schumann Nr. 11 und Nr. 12 Finale Papillons op. 2

Orgelträume – Frauenkirchenkantor Matthias Grünert

Diese Edition von 2008 und mehrere nachfolgende Orgelaufnahmen verbinden uns freudnschaftlich mit Frauenkirchenkantor Matthias Grünert – nicht zuletzt die der Donati-Orgel in der Schloßkapelle Lichtenwalde. Doch dazu später.

Seit 2004 spielte Matthias Grünert die jährliche Konzertreihe OrgelArena. Bei diesem Orgelmarathon lässt er täglich etwa zehn Orgeln in Dorf- und Stadtkirchen sowie Konzertsälen erklingen, koordiniert und organisiert von Andreas Seidel. Im Jahre 2006 konnte auf vielfältigen Wunsch die erste OrgelArena CD erscheinen, die nach kurzer Zeit vergriffen war. Zur OrgelArena Vogtland 2008 erscheint eine Neuauflage mit einer Auswahl von 10 aus 40 Orgeln, die der Frauenkirchenkantor am verlängerten Wochenende vom 11. bis 15. September 2008 zum Klingen brachte. Zu hören sind 10 Orgeln in Auerbach, Gera, Markneukirchen, Mylau, Plauen, Ronneburg, Rothenkirchen, Sirbis und Weida.

Von den wenigen Restexemplaren finden Sie noch einige in den Weiten des Internets und in unserem Shop hier.

J. S. Bach Concerto a-Moll BWV 593
J.S. Bach Jesus bleibet meine Freude BWV 147
J.S. Bach 3 Choralbearbeitungen BWV 637, 641, 635
J.S. Bach 6 Choralbearbeitungen BWV 645-650
Anonymus                          Sinfonia  18. Jhd.
Frygies Hidas                    Sonate (1956)
William Wolstenholme   Allegretto
J.G. Rheinberger              Allegro moderato
Peter I. Tschaikowsky    Chanson triste
Jacques Offenbach          Galop infernal

Total          72:03 min

K3 – Stephan König – Die drei Klavierkonzerte

Kühn und ambitioniert titelt Stephan König diese Einspielung seiner Klavierkonzerte – eine Edition die uns mit ihrem starken Mozart-Bezug durch Christa-Maria Ossapofsky zugewachsen war:

Konzert für Klavier und Orchester op. 155
Konzert für Klavier und Kammerorchester op. 170
Konzert für Klavier und Jazz-Orchester op. 153

Stephan König – Klavier

Jenaer Philharmonie, Dirigent: Hans Rotmann
Kammerorchester „artentfaltung“
LeipJAZZig-Orkester

Stephan König, Multitalent als Komponist und Tastenkünstler, Dirigent und Arrangeur, zu Hause auf dem Gebiet des Jazz ebenso wie auf dem des Theaters, des Musicals, des Chansons, der zeitgenössischen Musik, der literarischmusikalischen Formen und vielem anderen mehr, hat mit diesen drei Klavierkonzerten eine ganz eigene Trias geschaffen.

„Seit etwa 100 Jahren entwickelt sich die europäische Musik in zwei Richtungen – in die Bereiche der so genannten E- und der sogenannten U-Musik. Beide haben sich mittlerweile so weit voneinander entfernt, dass man über den Abgrund bereits Brücken schlagen muss, um hinüber zu kommen: ‚Crossover‘. Mich interessiert aber nicht diese Brücke, sondern der Weg unten im Tal – also das, was die beiden Bereiche wirklich verbindet.“

In einer Konzertreihe von Januar bis Februar 2008 in Leipzig spielt Stephan König seine drei Klavierkonzerte. Eine Reise durch die Klangwelten der Musik, eine Reise der Entdeckungen musikalischer Neuheiten, der Suche nach dem Urgrund der Musik …

Wenn Sie diese CD finden wollen, klicken Sie hier.

Matthias Süß an der Walcker-Orgel in Annaberg

Über sein kirchenmusikalisches Wirken in Chemnitz und später in Annaberg freundschaftlich eng verbunden entstand diese unsere Sektion auris organum bereichernde Edition.

Bachpreisträger KMD Matthias Süß spielte im August 2007 an der Walcker-Orgel in der St. Annenkirche – eine der bedeutendsten erzgebirgischen Hallenkirchen – die sechs Sonaten op. 65  von Felix Medelssohn-Bartholdy ein. Diese sind der wichtigste Beitrag zur Orgelliteratur in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auf beeindruckende Weise demonstriert Mendelssohn hier seine Hochachtung vor Bach.

Die dreimanualige Orgel wurde 1884 von  E. F. Walcker (Ludwigsburg) erbaut und 1995 von der Firma H. Eule (Bautzen) restauriert.

Tiramisú für die Seele – Caféhausmusik im Janssen

Caféhausmusik – in Gemeinschaft zu Hause!

Nie hätte ich gedacht, dass die 2007 zum Sächsischen Mozartfest entstandene CD Tiramisú so eine Aktualität erfahren würde. Selbst stoisch Hartgesottene vermissen inzwischen nach Monate lang geschlossenen Restaurants, Cafés und Bars die Gemeinschaft und Zuwendung von durch Menschen, Bedienung, Tapetenwechsel, wechselnden Situationen und Sinnlichkeit.

Unser Live-Mitschnitt aus dem Café in der Chemnitzer Janssen-Fabrik mit Konzertmeister Hartmut Schill  seinem am Klavier begleitenden Vater Rainer Schill fing charmant und selbsverständlich auch die Geräusche der Gäste und des laufenden Caféhausbetriebes ein – wenn Sie die CD zu Hause anhören sind Sie also nicht allein! Und mit intensivem Café-Aroma und Leckerem ausgestattet können Sie beginnen zu träumen …..

Sie gehen in ein Café, um nicht allein zu sein. Sie gehen  in einen Raum zu Menschen, die Sie nicht kennen, die einfach da sind. Ein Blick von gegenüber, Gesprächsfetzen vom Nebentisch, die Ahnung eines Duftes ergreift irgendwann Ihre Aufmerksamkeit und hält Ihre Gedanken für eine Weile gefangen.

Von einem verschlissenen Klavier sehr einfühlsam begleitet, erzählt selbstversunken eine Geige – inmitten störend gestörter Stimmen – aus ihrer eigenen Welt. Das sind die zufälligen Streicheleinheiten für Genießer, das ist Tiramisu für die Seele!

An Situationen wie diese erinnern wir uns gern, als ein Spiel von möglicher Zuwendung, als taggeträumte Lebensoptionen, die sich beim Verlassen des Raumes wieder verflüchtigen. Einmal erlebt, treten sie als Glücksgefühl und Sehnsucht  immer wieder aus dem Vergangenen hervor.

Wenn Sie sich mit der einschmeichelnden Caféhausmusik vergnügen wollen, träumen Sie mit den Arrangements von Fritz Kreisler, Vittorio Monti, Enrico Toselli, Nikolai Rimskij-Korsakov, Jules Massenet, Pablo de Sarasate, Achille Simonetti, Zdenék Fibich, Georges Boulanger, Isaak Albéniz und Peter Kreuders „Sag beim Abschied leise Servus“ …

Die CD finden Sie hier. Café und Tiramisú machen Sie sich dieses Mal vielleicht noch selbst.

Zur Mitternachtsstunde – SlovaCzech

„V půlnoční hodinu – Zur Mitternachtsstunde“ heißt die 2011 erschienene CD von SlovaCzech.

So dunkel – wie zur Mitternacht – ist das Cover der CD und so hell – wie die Hoffnung auf die Neugeburt des Lichts in der Weihnacht – ist das Innere, die Musik.

Lieder aus Tschechien, Mähren, der Slovakai, Ungarn, Deutschland und Irland sind von klassisch ausgebildeten Musikern leidenschaftlich und hingabevoll interpretiert. Die Arrangements verbinden frohe Freimütigkeit und tiefe Kenntnis und Respekt vor dem Wesen der Lieder. Mitreißende Folklore sind ebenso hörbar wie tiefe und innige Empfindungen. Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Josef Žák – Violine
Adéla Mišoňová – Violine
Eva Šušlíková – Viola
Viktor Slezák – Baß

Jan Rokyta  – Flöten
Michal Horsák – Zymbal

 

SYMPNOE – Neuerscheinung von Konstantinos D. Kakavelakis

Ein Nikolausstiefel anderer Natur

SYMPNOE – die Neuerscheinung diesen Herbstes mit Kompositionen unseres Freundes Konstantinos D. Kakavelakis widmet sich dem gemeinsamen Atmen, dem Zusammenwirken unseres Seins und Wirkens in der Gesellschaft, in der Natur und in den kosmischen Zusammenhängen. Das Verlieren der Achtsamkeit im Zusammenklang führt zu Dissonanzen und zerstörender Veränderung, an deren Symptome wir leiden und deren eigener Anteil uns oft nicht bewusst ist. Mit seinem Werk will Konstantinos D. Kakavelakis diesen Zusammenhängen nachspüren und uns Gelegenheit geben und die Menschen mahnen, in Harmonie und Balance zu bleiben und zum Erhalt kostbarer Schönheit und friedvollen Lebens beizutragen. Denn unsere Welt ist sehr reich.

Wenn wir St. Nikolaus als Geschenkebringer und Stiefelfüller kennen und hier nennen, dann regen wir an, im Sinne des Anliegens dieser Edition etwas für den Ausgleich innerhalb der konsumgeprägten Welt zu tun. Die CD SYMPNOE finden Sie in unserem Shop hier.

Adventskalender – jeden Tag eine Geschichte, jeden Tag ein Lied

„Nun singet und seid froh!“ ist eine Aufforderung, die in diesen Tagen vielleicht schwierig wahrzunehmen scheint – die Geschichten von Frank Höhnerbach gelesen und die Lieder vom Sächsischen Hornquartett gespielt sprechen aber eine klare Botschaft, die mitfühlen lässt, dass allzeit Hoffnung und Zwendung und die Freude auch von kleinen Gaben ein eindeutiger Grund sein kann, sich zu freuen und tätig zu werden. Vielleicht regt der Adventskalender an, die innerliche Stimme anzusprechen, um zu singen, in guten Gedanken und Taten zu sein. Möglichkeiten dafür finden sich immer. Unsere Edition des Adventskalenders finden Sie in unserem Shop hier.

Freiberger Knabenchor Weihnachten und Jahresausklang

Auf die Weihnachts- und die Adventszeit blicken ältere Menschen oft zurück mit Wehmut der Erinnerungen. Für Jüngere dominieren vielleicht die Verlockungen von Süßem und Geschenken. Die Zeit des Erwartens und der Verheißung mit dem Licht der Welt in der Weihnacht ist Grund der Fröhlichkeit, Freude und Zuversicht. Eine Erinnerungs-CD an das Wirken des Freiberger Knabenchors wesentlich initiiert und getragen von seinem künstlerischen Leiter Wolfgang Eger bildet die nachfolgende Edition. Vielleicht ist vom Vorgenannten mitschwingend etwas zu hören. Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Als einer der fünf Knabenchöre Sachsens ist der Freiberger Knabenchor Teil der repräsentativen sächsischen Chortradition. Die Veröffentlichung dieser CD ist ein Dank an alle ehemaligen jungen Knabensänger, die viel Freizeit sinnvoll in eine jahrzehntelange intensive Konzert- und Probenarbeit investiert haben. Verdienstvoll wurde der Chor von Wolfgang Eger aufgebaut und geführt, 2011 übernommen von Andreas Reuter bis zu seiner Auflösung 2017.

Die vorliegenden Tondokumente entstanden aus Live-Mitschnitten und aus Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen in den Jahren 2000 bis 2010 und sie geben einen Einblick in die umfangreiche Konzerttätigkeit des nur 24- jährigen Bestehens des Freiberger Knabenchores.

Konzerte im In- und Ausland, in den verschiedenen Bundesländern, sowie mehrere Male in Tschechien und Polen, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich (u. a. Notre-Dame Paris). Fernsehaufnahmen für das ZDF und für den MDR sowie Rundfunk-und CD-Aufnahmen kamen hinzu. Der Freiberger Knabenchor wirkte am Mittelsächsischen Theater Freiberg in vielen Inszenierungen mit u. a. in den Opern „Der Wildschütz“, „Hänsel und Gretel“, „Carmen“ und der Weihnachtsoper „Christ-Elflein“.

Mit Orchestern wie mit Mitgliedern der Staatskapelle Dresden, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz oder der Mittelsächsischen Philharmonie musizierte der Knabenchor regelmäßig. Viele gemeinsame Auftritte gab es mit dem Opernsänger und Entertainer Gunther Emmerlich.

Höhepunkte in der Konzerttätigkeit bildeten die jährlichen Weihnachts- und Silvesterkonzerte und das Abschlusskonzert der Gottfried-Silbermanntage im Dom zu Freiberg im Jahr 2005. Dem Freiberger Knabenchor wurde 2004 der Kunstförderpreis der Stadt Freiberg verliehen. Für einige der singenden Jungen bildete der Freiberger Knabenchor das Fundament für die spätere Aufnahme in den Dresdner Kreuzchor, in den Thomanerchor oder auch für eine berufliche musikalische Laufbahn als Sänger sowie für den Eintritt in Ensembleformationen.

Jeder, der in den Knabenchor aufgenommen wurde, durchlief eine solide musikalische Ausbildung und fand den Zugang zur traditionellen klassischen Musik – angefangen von den alten Meistern wie Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadé Mozart bis hin zur Moderne, zum Spirituell oder zum Gospel. Anfang 2011 gab Wolfgang Eger aus Altersgründen die Chorleitung des Freiberger Knabenchores ab. Bis 2017 war Andreas Reuter sein Nachfolger. Im gleichen Jahr beendete die Musikschule Freiberg die Trägerschaft des Knabenchores und löste ihn auf.

Jakob Heinrich Lützel (1823 – 1899)
Machet die Tore weit

Johann Hermann Schein(1586 – 1630)
Nun komm der Heiden Heiland

Heinrich Schütz (1585 – 1672)
O Herr hilf, lass wohlgelingen

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Tochter Zion, freue dich

Christoph Wilibald Gluck (1714 – 1787)
Hoch tut euch auf

Max Bruch (1838 – 1920)
In der Christnacht

Dieter Frommelt (geb. 1933)
Zündet die Lichter der Freude an

Gerard Breas (geb. 1948)
Jesus unser Retter naht

John Rutter (geb. 1945)
Der Stern zu Bethlehem

Friedrich Zipp (1914 – 1997)
Die Botschaft – Zu Bethlehem  der Engelschar

Frank Colley (geb. 1964)
Weihnacht im hellen Lichterschein

Rudolf Mauersberger (1889 – 1971)
Engelverkündigung

Altböhmisches Weihnachtslied/Karl Riedel
Kommet ihr Hirten

Köln 1624, Weihnachtsweise
Als ich bei meinen Schafen wacht

Michael Praetorius (1571 – 1621)
Es ist ein Ros entsprungen

Johann Sebastian Bach(1685 – 1750)
In dulci jubilo

Franz Gruber (1787 – 1863)
Stille Nacht, heilige Nacht

Johann Sebastian Bach
Gottlob, nun geht das Jahr zu Ende

Johann Sebastian Bach
Nun lob mein Seel den Herren

Erasmus  Kindermann (1616 – 1655)
Friedensseufzer auf Neujahr

Jester Hairston (1901 – 2000)
Als aller Hoffnung Ende war …
amerikanisches Weihnachtslied

Gerard Breas
In das Dunkel dieser Welt, strahlt ein helles Licht (2. Fassung)

Abraham Peter Schulz (1747 – 1800)
Des Jahres letzte Stunde

Edward Elgar (1857 – 1934) / Bearb. Klaus Bender
Klänge der Freude

César Franck(1822 – 1890)
Panis angelicus

Johann Sebastian Bach
Jauchzet frohlocket, Eingangschor aus dem Weihnachtsoratorium

 Total: 76:10

 

Bach in Jakobi – Hartmut Schill – Sonaten und Partiten

Sei Solo a Violino senza Basso accompagnato“ BWV 1001-1006

Räume machen den Wandel von Veränderung und Stetigkeit deutlich. Die Frequenz als Klang, als Farbe, als Form, als Atem werden fühlbar im veränderten Moment als Zeit. Erspürbares Wissen mit rekonstruierten Anhaltspunkten voriger Jahrhunderte, noch lebenden Zeitzeugen, überlieferten Schulen und festgehaltenen Zeugnissen zeigen Zwischenstände. Im Jetzt beginnt Zukünftiges obgleich schon im nächsten Moment Vergangenheit. Schwebende Ewigkeit scheint hörbar in den zum Jahresende 2007 von Hartmut Schill in der Jakobikirche Chemnitz aufgenommenen Sonaten und Partiten von J. S. Bach.

Die Jakobikirche ist in Chemnitz das einzige erhaltenes Sakralgebäude intra muros (innerhalb der Stadtmauern) und entstand bereits mit der Stadtgründung nach 1170 als schlichte romanische Kirche. Ihre heutige Prägung erhielt zwischen 1350 und 1365  als dreischiffige Stadtkirche in spätgotischem Stil mit einem später hinzugefügtem repräsentativen Hallenumgangschor, einem prächtigen Sterngewölbe und einem kunstvollen Wandfries, der auf böhmische Einflüsse zurückgeht (1405 bis 1412). Weitere Umbauten der Außenhülle belegen die Zuwendung der Chemnitzer Bürgerschaft und deren Zeitgeschmack. Beim Bombenangriff auf Chemnitz am 5. März 1945 wurde die Jakobikirche schwer zerstört. Danach begann ein jahrzehntelanger, oft unterbrochener Wiederaufbau.  Er sollte bis 2012, zum 600jährigen Jubiläum der Errichtung des gotischen Bauwerkes, abgeschlossen werden.

Als „Urenkelschüler“ Joseph Joachims beeinflußten den in Leipzig geborenen Konzertmeister Hartmut Schill mehrere Berührungspunkte zu Bachs Solosonaten und –partiten. Er schreibt darüber in einem der CD beigelegten Text und hebt darin die Besonderheit des puristischen Aufnahmeverfahrens in der adäquat idealen Raumakustik der Kirche hervor, die den absoluten Verzicht auf sonst übliche tontechnische Filterungen oder Zumischungen ermöglicht.

„Dank der wunderbaren Resonanz dieser Musik in und mit der Jakobikirche ist es möglich, den Geigenklang so einzufangen, wie er unmittelbar im Raum entsteht …“

Aufnahme, Schnitt und Mastering: Horst Springer
Fotos: Wolfgang Schmidt, Ronald Bartel und Franz Wagner-Streuber

Für die Novemberstille empfehlen wir Ihnen und finden Sie diese Edition in unserem Shop hier.

Cuarteto Bando – Tango a Tango

Der Rückblick auf die 2007 verlegte CD erscheint gegenwärtig wie eine Erinnerung an eine Zeit vor einer Zeitenwende. Ich erinnere mich an die Aufnahmen: Ton im Orchetsreprobenraum der Oper Chemnitz und die Fotos in der Oper und davor mit der damaligen Besetzung:

Jürgen Karthe – Bandoneon
Jung Won Oh – Violine
Robert Brenner – Bass
Steffen Heinze – Piano

Möge der gegenwärtige Stillstand unmittelbar erlebbarer Aufführung von Musik nur ein vorübergehender Zustand sein und Erinnerungen ein Trost. Vielleicht haben Sie die CD zum Erinnern in Ihrem CD-Schrank. Wenn nicht, dann finden Sie diese und mehr in unserem Shop hier.

Andorinha – nicht mehr vorrätig und Hoffen auf bessere Zeiten!

Zu den Geschichten des Labels gehören profilgebend die Tango- und Folk-Editionen. Eine sehr frühe aus 2007 ist die Produktion des Sexteto Andorinha & Sergio Gobi. Diese CD ist bei uns im Shop nicht mehr vorrätig, aber Liebhaberinnen und Liebhaber werden sie sicher noch hier und da im Netz finden….
Mit Wehmut in der gegenwärtigen Untersagung von Veranstaltungen und Festivals die Liste der Auftritte des Ensembles. Hoffen wir auf bessere Zeiten und möge unser noch vorrätiges Angebot ein Trost sein!

„De puro curda“ – nur des Rausches wegen spielen wir Tango, durchtanzen die Nächte, trinken wir…

2 Bandoneons und Geigen, das Piano neben dem Bass (orquesta típica) – dazu eine unkonventionelle neue Stimme aus Buenos Aires- in dieser Besetzung reisten Sexteto Andorinha & Sergio Gobi mit gr0ßem Erfolg bei vielen internationalen Tangofestivals überall in Europa, darunter in Moskau, Zürich, Kopenhagen, Bilbao (2006), Berlin, Malmö, Thessaloniki, Bretagne ( 2005), Uppsala, Montpellier, Hamburg (2004), Paris, Alés, Toulouse, Tarbes, Arhus (2003). Außerdem konzertiert das Ensemble regelmäßig bei klassischen Musikfestivals wie den Dresdener Musikfestspielen und den Züricher Festwochen (1999), Moselfestwochen Trier (2001/ 04), Quedlinburger Musiksommer (2004), Bad Kissingen – Kultursommer (2005), Festival Sandstein & Musik (2006).

Neue Arrangements von bekannten und nicht so bekannten Tangos, instrumental oder gesungen und drei erstmals veröffentlichte Kompositionen wurden für diese CD aufgenommen. Der Maßstab bleibt die Tradition des argentinischen Tango, und so ist diese CD, neben dem eigenen Vergnügen, vor allem eine Verbeugung vor den Komponisten und Autoren dieser Tangos.

Das Repertoire umfasst damit sowohl gesungene und instrumentale Klassiker des Tango Argentino (Kompositionen von Anibal Troilo, Osvaldo Pugliese, Julio de Caro) als auch Tango Nuevo von Astor Piazzolla und Eigenkompositionen. Dargeboten werden Show –und Konzertprogramme in Zusammenarbeit mit international renommierten Tänzern aus Europa und Argentinien.

BESETZUNG:
Peter Reil Bandoneon/ Arrangement
Gerardo Agnese Bandoneon
Uta-Maria Lempert Violine
Klaus Koepernik Violine
Fabian Klentzke Piano
Tino Scholz Kontrabaß
Sergio Gobi Gesang

Salzburg und Freiberg – die Silbermannorgel in der Petrikirche Freiberg

Verbindend sind der damalige Domorganist Christian Skobowsky und die Salzburger Barockviolinistin Annegret Siedel für die vorliegende Edition aus 2008 mit Kompositionen von Georg Muffat, Johann Jacob Froberger, Heinrich Ignaz Franz Biber und Johann Sebastian Bach.

Fünf namhafte Barockviolinen aus der Zeit von 1670-1769 standen für die Aufnahme zur Verfügung gemeinsam mit dem 1735 eingeweihten Instrument Gottfried Silbermanns in der Freiberger St. Petrikirche als eine außerordentliche Orgel. Zeitgleich entstand in der Werkstatt des sächsischen Orgelbaumeisters das Instrument für die Dresdner Frauenkirche, welches wegen Bauverzögerungen in der Kirche erst später aufgestellt werden konnte.

Beide Orgeln läuteten die späte Wirkungsphase Silbermanns ein, beide berücksichtigten das Bedürfnis nach besonderer klanglicher Gravität. Glücklicherweise überlebte die Orgel der Freiberger Petrikirche trotz verschiedener, größtenteils dem Zeitgeschmack geschuldeter Eingriffe.

Die CD enthält mit den Künstlerbiografien umfangreiche Texten und Fotos zu den Instrumenten und Werken und die detaillierte Registrierung der eingespielten Werke.

Für Interessenten halten wir diese CD in unserem Shop hier bereit.

 

 

 

 

 

Romantica – Tango Amoratado

Netzwerke und Partnerschaften tragen immer wieder in sich verwirklichende Inspirationen. Für Jürgen und Fabian sind es die Milongas im LÀRT DE VIE gewesen und bis heute wirkt die Zusammenarbeit mit der Schönherrfabrik in den erfolgreichen Veranstaltungen der von Ania Wagner und mir konzipierten Veranstaltungsreihe Jazz, Classic & More innerhalb des Sächsischen Mozartfestes.

Die zweite CD des Bandoneonisten Jürgen Karthe und des Pianisten Fabian Klentzke beruht auf dem Erfold des Duos Tango Amoratado. In der Entstehungszeit der Edition 2008 gab es jeden ersten Dienstag im Monat ein wiederkehrendes Ritual: Kurz nach 9 am Abend begannen Jürgen Karthe und Fabian Klentzke mit dem ersten Tango und begrüßten alte und neue Gesichter zur TANGOBAR im LÀRT DE VIE (Societaetstheater, An der Dreikönigskirche 1A, 01097 Dresden).

Bevor die ersten anfingen zu tanzen gabt es jenen intensiven Moment, in dem alle nur dem Bandoneon und dem Klavier  lauschten, die Musik durch den Raum schwebte und ihre sehnsuchtsvollen Geschichten erzählte…

Viele der auf dieser CD versammelten Stücke erklangen das erste Mal in diesen Momenten: Nostalgias, El último café, Mimi pinson, Mi noche triste… und Romantica. Später kammen in  Stücken wie El abrojito, La guitarrita oder  El amanecer zur Romantik und Melancholie die urbane Kraft und Vitalität des Tangos – und die Musik und der Tanz verschmeltzen zur Einheit.

Konzeptionell eingebunden ist eine fotografisch reich dokumentierte Darstellung eines Chemnitzer Industrieareals im Booklet der CD als weiterer Spielort des Duos:

Lebensraum Schönherrfabrik Chemnitz

Zwischen Schloßberg und Chemnitztal, zwischen historischer Klosteranlage, Parkeisenbahn und Schloßteich, auslaufendem Brühl und ausfallender B 107 entlang der namensgebenden Chemnitz lebt der Tango und kocht der Stahl.

Tango steht hier für die Veranstaltungen mit TANGO AMORATADO des Armen Theater e.V. in der Vereins Eigenen Bühne und die Trompetter Guss Chemnitz Gmb für die Vitalkraft eines Industrieareals zwischen Gestern und Heute.

Die Schönherrfabrik ist mit ihrem eigenen Rhythmus auf einem Weg, der mit morbidem Reiz Geschichten aus den Epochen der Eltern und Großeltern erzählt und einen Kontrast zu neuer Eleganz und Modernität einschließlich einer bewußt heutigen Gemütlichkeit bildet.

Das ca. 130.000 Quadratmeter große Gelände der Schönherrfabrik in Chemnitz zählt zu den bedeutendsten Industriedenkmälern des 19. Jahrhunderts und stellt eine einzigartige Ansammlung von Fabrikgebäuden aus nahezu 150 Jahren dar.

Heute ist die schönherr.fabrik eines der erfolgreichsten Revitalisierungsprojekte von Industriegebäuden in Chemnitz. In einem bunten Branchenmix aus Gewerbe & Dienstleistungen, Kunst & Kultur, Gesundheit & Sport, Industrie, Handel, Gastronomie und Schulungseinrichtungen sind ca. 100 Unternehmen mit insgesamt über 800 Mitarbeitern am Standort tätig. Attraktive Mietflächen in einem industriell-historischen Ambiente, die zentrumsnahe Lage, gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. PKW und nicht zuletzt faire Mietpreise sind herausragende Merkmale des Gewerbestandorts, der für eine moderne Stadt- und Industriekultur steht.

Das Besondere liegt in der Gegenwart des Gestern: vergilbte Aktfotos als blaßfarbener Kirchfentsereffekt in den verlassenen Umkleideräumen der Gießereiarbeiter …  Kunst und Putzstaub!

www.schoenherrfabrik.de

Aufgenommen im April 2008
Aufnahme und Mastering: Markus Gottschall
Fotos: Wolfgang Schmidt

Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Clara und Robert Schumann – eine Liebe in Liedern und Worten

Leipzig blüht als Universitäts-, Buch-, Kunst, und Musikstadt – gegründet auf Wirtschaft und Handel, ausgestattet mit bürgerlichem Selbstbewußtsein. Musikalisch dominieren Bach, Mendelssohn, Schumann und Wagner. Seitlich auf Leipzigs Notenspur www.notenspur-leipzig.de finden sich viele Andere, auch Mozart ;-). Der Atem der Zeit lässt sich nachempfinden im Bach-Haus, dem Mendelssohn-Haus und seit vorigem Jahr im saniert eröffneten Schumann-Haus. Empfindung für die Intentionen des Lebens von Clara und Robert Schumann und deren Liebe in Liedern und Worten vermittelt die vorliegende CD aus dem Jahre 2007 mit Mechthild Bach – Sopran, Michael Schütz – Sprecher und Lucius Rühl – Klavier.

Gezeichnet wird in dieser Edition ein bewegendes Bild des Lebens Clara und Robert Schumanns von der Preisträgerin der Deutschen Schallplattenkritik von 2002, Mechthild Bach. Nach dem Konzept ihres Liedbegleiters Lucius Rühl, das auf der ersten Clara-Schumann-Biographie aus dem Jahre 1903 von Berthold Litzmann basiert, entstand diese außergewöhnliche Erzählung aus Liedern und Rezitationen, vereinnahmend und berückend gelesen von dem Schauspieler Michael Schütz.
Die Sprache Litzmanns, welcher Clara Schumann noch persönlich gekannt hatte, verbindet sich mit der Poesie der Lieder durch seine vornehme Art der Bewunderung wie auch der respektvollen Würdigung und Distanz zum Leben dieser großen Pianistin. „Ich habe das Glück genossen, als Kind den wunderbaren Zauber, den die Persönlichkeit
Clara Schumanns auf alle, die sie im Leben kannten, ausübte, Wochen lang im täglichen Verkehr zu erfahren.“ Sein Anliegen, in seiner Biographie die vorbildliche Bedeutung dieser Frau aus der Veranschaulichung ihres Innenlebens zu erschließen, findet in der vorliegenden Einspielung musikalische Vertiefung. Die Lieder stehen in direkter Beziehung zu Stationen ihres Lebensweges, oft an authentischer Stelle. Die so beabsichtigte Authentizität beim Hören jener romantischen Lieder vertieft das Verständnis für diese Epoche, in der das lyrische Ich das treibende Moment war, ohne das Erhabene zu verlieren und ins Kitschige abzurutschen.
Erste Tagebucheinträge des Vaters, ihr musikalisches Aufblühen, ihre Begegnung mit Robert Schumann und ihr Leben bis zu seinem Tod 1856 bilden den Bogen dieser eindrucksvollen und berührenden Schilderung.

Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Französische Bläsermusik im Barockgarten Lichtenwalde

Französische Bläsermusik von Charles François Gounod (1818–1893) und Louis Théodore Gouvy (1819–1898) eingespielt von der Sächsischen Bläserakademie ist ein musikalisches Juwel das von den Sommerfesten und den Serenaden der 90er Jahre im Schloßgarten dem zunehmend sanierten und öffentlich nutzbar gewordenen Schloss inspieriert war. 1992 organisierte ich dort das Abschlußkonzert des 1. Kleinen Mozartfestes ebenfalls unter Beteiligung der Sächsischen Bläserakademie. Der Landschaftspark wird u.a. wegen seiner zahlreichen Wasserspiele und seiner harmonische Einfügung in das Zschopautal zwischen den sächsischen Orten Flöha und Niederwiesa hoch geschätzt. Das dazugehörige Schloß reiht sich ein in den Schlösserverbund von Schloß Lichtenwalde, Schloß Augustusburg und Burg Scharfenstein.

In dieser Edition zu hören sind mit ihrem französischen Charme und Esprit die nicht oft gespielten und wenig eingespielten Kompositionen von Gounod und Gouvy mit reichen Auszügen von Text und Abbildung des Barockgartens ergänzt. Diese CD sollte in Ihrer Sammlung sächsischer und musikalischer Schätze nicht fehlen und Ihnen Freude bereiten.

Sie finden die CD in unserem Shop hier.

Mozart auf Schloß Albrechtsburg – Wolfgang Hentrich und Camillo Radicke

Mozart und Bach sind eine der prägenden Linien des Labels. Ebenso, wie die Kompositionen, die Interpreten mit Impressionen von besonderen Orten zu verbinden. Absicht ist es, neben dem Hören durch Abbildungen und Texte vielleicht etwas Atmosphähre der Aufführungen, der Konzerte und der Schätze Sachsens zu vermitteln. Folgerichtig ging ich gern auf die Anfrage des Konzertmeisters der Dresdner Philharmonie Wolfgang Hentrich ein, den Konzertzyklus der Sonaten Mozarts für Klavier und Violine im Kronensaal des Dresdner Schlosses Albrechtsberg gemeinsam mit seinem Duo-Partner, dem Pianisten Camillo Radicke, anläßlich des 250. Geburtstages Mozarts zu editieren.

Ihnen wünsche ich Freude beim Hören und Nachempfinden. Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Mozart Gran Partita – Sächsische Bläserakademie und Niksa Bareza

Mozarts große Bläserserenade B-Dur KV 361 für 12 Bläser und Kontrabass Gran Partita mit der Sächsischen Bläserakademie unter Leitung des damaligen GMD der Robert-Schumann-Philharmonie Niksa Bareza als live recording innerhalb des regulären Sinfoniekonzerts ist ein Credo meines musikalischen Engagements als Musiker und im langjährigen Ehrenamt für die Sächsische Mozart-Gesellschaft e. V. sowie dem künstlerischen Ansatz, der Stadt und Region aus vorhandener Substanz Achtung und Würde zu stärken.

Spätestens seit den Instrumentalwettbewerben in Markneukirchen und durch die Probespiele mit den Hornkonzerten Mozarts, den Kammermusikwerken seit meinem Studium in Weimar, den Sinfonien und Opern im Dienst in der Philharmonie und Oper Chemnitz und letztlich durch Gastspiele in Salzburg begründeten sich Interesse und Kontakte zu Mozartliebhabern und -institutionen, welche in der Idee der Gründung der Sächsische Mozart-Gesellschaft e. V. in Chemnitz mit vielfältigen Aktivitäten mündete, deren „Nebenprodukt“ quasi diese Edition mit der Gran Partita ist.

Es bedarf nicht nachweislich leiblicher „Fußabdrücke“ in Chemnitz um die Wahrnehmung und Lebendigkeit der Werke Mozarts in den Aufführungen zu erfahren. Die substanzielle Wahrnehmung und Lebendigkeit können Sie dieser CD entnehmen und wenn Sie die Aufführungen in Chemnitz und seiner Region besuchen.

Unsere CD in unserem Shop finden Sie hier.

Wege zu Bach – Modersohn Saxophon Quartett

Chrisoph Modersohn ist ein kluger, zurückhaltend wirkender Musiker, Komponist, Arrangeur und Pädagoge. Gut vernetzt lebt er in Chemnitz und Dresden und ambitioniert sich von kirchenmusikalischen Wurzeln geprägt für Jazz und Improvisation. Im Wirken tritt aus der Stille sein Wesen hervor und in der Präsenz kreuzen sich die Wege in Harmonie, Abgrenzung und Resonanz. Ein Teil davon ist das Modersohn Sax Quartett zusammen mit den Saxophonisten Friedemann Seidlitz, Dittmar Trebeljahr und Thomas Seibig. Sie spielen in Jazzclubs, Kirchen, Galerien, Sinfonieorchestern und Opernhäusern. Noten aller Genres sind ihnen unter die Finger gekommen – Vielseitigkeit und Neugier sind ihnen eigen. Jeder mit unterschiedlichem Gepäck ausgerüstet, hat seine eigenen Geschichten und Erfahrungen mitgebracht. Die hohe Sensibilität füreinander bildet die Grundlage für ein gemeinsames Miteinander.

Bach kam dabei bislang nicht vor – wenngleich Begegnungen mit ihm in jedem zum Greifen nah vorhanden sind.
Auf den Wegen zu Bach geht es nicht um historische Aufführungspraxis, auch nicht um den Versuch, den typischen Sound eines „klassischen“ Saxophonquartetts meets Bach zu crossovern. Dem Darstellen und Herausarbeiten der einzigartigen strukturellen Klarheit und Linienführung, der harmonischen Vielfalt Motive, die in genialer Weise immer der Idee des Werkes dienlich sind, fühlen sich die Musiker verpflichtet. Damit nehmen Sie sich als Musiker selbst zurück, zollen einen Tribut an Komponist und Werk, der sie wiederum selbst packt und inspiriert – bei der Beschäftigung mit den Noten und im Konzert.

Somit ist die vorliegende CD eine Huldigung. Das ist ein aus der Mode gekommenes aber bewusst gewähltes Wort in einer Zeit, wo ein ehrlicher Kniefall aus Bewunderung und Respekt vor Größe viel zu oft ausbleibt. Es ist eine Geste, zu der es unter den Augen der Öffentlichkeit Mut braucht und die gewichtiger wird, wenn eigene Größe vorhanden ist, um die es aber hier gerade gar nicht geht.

Wir wünschen Ihnen ein vielfältiges Entdecken und Wiedererkennen mit Johann Sebastian Bach.

Die CD in unserem Shop finden Sie hier.

Pagagini – Cantabile

Sehnsuchts- und Reiseland Italien! Das Land, wo die Zitronen blühen eröffnet seinen Zauber, sobald man die Höhen der Alpen passierend in lieblichere Gefilde kommt und Mildheit und Wärme in Flora und Fauna, Architektur und Menschen engegenströmen – eine andere Landschaft und eine andere Kultur, von der sich die Künste von jeher haben inspirieren lassen. Eine Bildungsreise in den wirklichen Süden war ein Muß! Heute scheinbar zum Greifen nah und unbeschwerlich, zu Zeiten Paganinis anders und in Vorwendezeiten ein unerreichbarer Sehnsuchtsort.

Wofgang Herntrich, Konzertmeister zunächst in Chemnitz und dann in Dresden und Markus Gottschall aus Dresden in Berlin lebend verbindet diese Sehnsucht und die Faszination, welche in Klangschönheit und Virtuosität Niccoló Paganini ausübt: „…man muss ihn gehört haben, wenn er auf allen vier Saiten gleichzeitig spielt.“

Mit der CD „Cantabile“ entstand ein umfangreiches musikalisches Porträt der Kompositionsvielfalt Niccoló Paganinis: virtuose und humorvolle Stücke, intime und persönliche (Duetto amoroso) und die berühmte Mose-Fantasie über ein Thema von Rossini.

Vielleicht vesrsetzen Sie sich in eine Reise zur Zeit Goethes, in der die Schnelllebigkeit noch einen anderen Takt hatte oder Sie lassen sich fallen in die Stille der Landschaft, wie sie das Cover der Edition vermittel will.

Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Tango amoratado

Seit der Eröffnung des VOX als alternatives Kulturzentrum in den historischen Brauereigebäuden auf der Horst-Menzel-Straße des Chemnitzer Kaßberges etablierte sich auf Initiative des Bandoneonisten Jürgen Karthe und einigen Chemnitzern eine in Sachsen und international vernetzte Tangoszene. Gemeinsam mit dem Pianisten Fabian Klentzke gründete sich das Duo Tango Amoratado und spätestens nach Beginn der regelmäßigen Milongas im Sozietätstheater Dresden, dieverser Konzerte in nationalen und internationalen Gefilden und einem nächtlichen Sommerfest im Kavaliershaus auf der Chemnitzer Salzstraße stand fest, das Ensemble publizert in dem noch jungen Label auris subtilis seine erste CD. Dies nicht von ungefähr, denn Jürgen Karthe brachte aus Buenos Aires die Geschichten des legendären AA aus dem erzgebirgischen Carlsfeld, den in der Bandoneonfabrik Alfred Arnold zu tausenden hergestellt und exportierten Instrumenten nach Chemnitz mit und erklärte den Mythos Bandoneon bis zu seinen Wurzeln, dem Erfinder Carl-Friedrich Uhlig mit dem Vorgängerinstrument der Deutschen Concertina. Dies getragen von einer Passion, die heute eine Wiedererweckung in Chemnitz anläßlich der Kulturhauptstadtbewerbung 2025 dadurch erfahren soll, dass das Bandoneon an der Chemnitzer Musikschule wieder erlernbar und öfter zu hören ist. Zurückliegen große Ereignisspannen gefolgt von einigen weiteren Publikationen des Labels mit einer eigenen Genresparte Tango/Folk. Haben Sie Freude beim Stöbern, Entdecken und Genießen.

Historische Fränkische Orgeln

Bemerkenswert sind Lebenslinien und Wirkungskreise, aber auch die Akribie und Leidenschaft, mit der Musik entsteht, hörbar, verschüttet oder überliefert wird oder wieder neuentsteht – in jeder neuen Aufführung oder Abspielen einer Aufnahme, letzlich weil nicht nur jedes Spielen sondern auch Hören im individuellen Kontext und in der jeweiligen Interaktion zu den Umständen, den Beteiligten, dem Material und der musikalischen Idee und Form wirkt. Manches erscheint matt, energetisch schwach geladen, manches strahlt in durchleuchteteten Farben von der Kraft einer ergreifenden Vision.

Verständlich wird vielleicht diese Betrachtung, wenn wir unseren Blick in den Klang der Orgeln, die Struktur der Kompositionen und die Intentionen des Interpreten der im November 2005 editierten CD Historische Fränkische Orgeln vertiefen. Bach und Buxtehude sind beachtet und gewürdigt, viele der polnischen Meister eher nicht oder nur in ihrem regional nationalen Kontext. Diese verwoben mit den Registraturen der im 18. und 19. Jahrhunder erbauten fränkischer Orgeln und interpretiert in der Wallfahrtskirche Maria Limbach, der Friedhofskirche St. Burkhard in Königsberg  und der St. Veitskirche in Junkersdorf durch den im Erzgebirge geborenen Leipziger Organisten Volker Bräutigam ergeben in ihrer Absicht eine eigene Komposition und für Interessierte ein präzis konkretes Hörerlebnis.

Dieses stellen wir Ihnen anheim und ermöglichen den Zugang dazu über unseren Shop.

Yankele Kapelle – live aus dem Schalom

Den legendär „letzten Hund“ von der Bushaltestelle vor dem Theatrerclub auf der Bahnhofstraße zur Zentralhaltestelle nehmen, um von dort in die Wohnungen der Musiker, Schauspieler und Techniker zu fahren – entweder schon müde vom „Auswerten“ und Nachlassen der Anspannung aus den Vorstellungen in Oper, Schauspielhaus, Puppenbühne und Stadthallen-Sinfoniekonzert, dem Eifern um künstlerische Visionen, der Frustbewältigung über Vergeblichkeiten und Gradwanderungen innerhalb des DDR-Nischendaseins oder zu weitergehenden Partys im kleineren privaten Kreis trunken und beseelt fahrend …. das kam mir in den Sinn als die Brüder Dziuballa nach etlichen Jahren Schließzeit im selben Kellergeschoß und später, inzwischen renommiert das Schalom in der Etage darüber als koscheres Restaurant eröffeten und folgerichtig Theatermitarbeiter und Musiker der Philharmonie in den selben Räumen wieder Stammgäste wurden, Yankele Kapelle musizierend zueinander fand und ausgelassen mit Freunden aus der wachsenden jüdischen Gemeinde tanzte in einer Zeit, in der Visionen möglich wurden.

Die vorliegende Edition mit den Liedern und Tänzen der Klezmorim ist ein Beleg Chemnitzer Gechichte, denn das „Schalom“ ist zwischen höchster Anerkennung und Schändung in die Nähe des Chemnitzer Brühls gezogen und Yankele Kapelle spielt inzwischen nur noch selten. Vieles lebt aber in der Erinnerung und wird lebendig beim Hören dieser CD.

Um Yankele Kapelle – live aus dem Schalom zu hören, besuchen Sie unseren CD-Shop hier.

Kammerchor der Kreuzkirche Chemnitz

Purcell, Elgar, Schein, Schütz, Lechner, Kodály, Milhaud

Der Kammerchor der Kreuzkirche Chemnitz unter der Leitung von Steffen Walther zählt zu den leistungsstärksten Laienchören der Region und wirkt gemeinsam mit der Kantorei als kirchenmusikalischer Anker mit seinen ethischen Botschaften aus der Kirchgemeinde in die Stadtgesellschaft und weit über die Stadtgrenzen hinaus. Dieses Wirken ist Teil des Selbstverständnisses der Gemeinde, geprägt von Pfarrer Dietrich Mendt (1926–2006) sowie Landeskirchenmusikdirektor Hans-Joachim Schwinger (1927–2013) und ebenso von Pfarrer Matthias Wild (1955–2004), dem Initiator der Tage der Jüdischen Kultur in Chemnitz. Credo ist ein gemeinsames Tun über individuelle und konfessionelle Verschiedenheit hinweg, anknüpfend an den Konziliaren Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung – vielstimmig in einem Klang.

Das Cover der CD ziert das 4,80 m großes Holzkreuz der Bildhauerin Elly-Viola Nahmmacher, das über dem Altar schwebt und symbolisiert den gekreuzigten und auferstandenen Christus. Die Kreuzkirche auf dem Kaßberg wurde in den Jahren 1935/1936 erbaut. Ihr Architekt Otto Bartning ist mit 120 geschaffenen Kirchen ein wichtiger Kirchenbaumeister des 20. Jahrhunderts. Der 40 Meter hohe Turm nimmt als freistehender Campanile deutlich Bezug auf italienische Vorbilder und bildet einen attraktiven Blickfang in dem gründerzeitlichen Stadtviertel mit seinen geschützten Baudenkmälern.

Zur Entstehungszeit der Aufnahme vor fast zwanzig Jahren war noch nicht zu ahnen, dass noch zwei weitere vom Chor eingespielte Editionen entstehen würden in verändertem Erscheinungsbild des gewachsenen Labels und mit kontinuierlichem Anspruch erbaulich erfreulichen Singens und ethisch geistiger Besinnung und Verkündigung.

Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Improvisationen zu den Skulpturen von Anthony Cragg

Eine der sehr frühen Editionen war die Kombination von musikalischen Improvisationen und unseren Erfahrungen, diese aus Impulsen von künstlerischen Darstellungen, Abbildungen, Räumen und Skultpturen zu kreieren. Farbklang – Klangraum war einer unserer Projekttitel und aus den vielfältigen Berührungen und der eigenen Begeisterung und der unserer Partner und Freude schrieb Ingrid Mössinger als noch junge Direktorin der Kunstsammlungen Chemnitz 2001 folgende Widmung.

 

Zum Geleit

Die Sächsische Mozart-Gesellschaft Chemnitz wurde 1991 gegründet. Eines ihrer Hauptanliegen ist die Förderung zeitgenössischer Musik. Mit der wichtigsten Aufführungsort waren von Anfang an die Kunstsammlungen Chemnitz, die ebenfalls zeitgenössische Kunst ausführlich zu Wort kommen lassen. Daraus entwickelte sich ein schöner Dialog zwischen Musik und bildender Kunst. Das Aufeinandertreffen und die Auswahl beider Medien wirkte anfangs eher zufällig. Nach und nach jedoch fühlten sich die Musiker von den ausgestellten Werken der bildenden Kunst inspiriert. Zuletzt zeigten vor allem die Skulpturen von Anthony Cragg große Wirkung. In der Folge schufen Petr Krupa und Mathis Stendike musikalische Improvisation zu dem Skulpturen von Anthony Cragg. Die Dynamik und der Formen- und Materialreichtum Anthony Craggs evozieren geradezu musikalische Interpretationen. Sowohl der raumgreifende Gestus der Skulpturen wie ihre Wirkung im Raum, erinnern an außerirdische Bewegungsabläufe, wie man sie sonst nur von Bildern aus dem Weltraum kennt. Die unvergleichlichen Skulpturen von Anthony Cragg und die im Taum schwebenden Töne der Musiker verdichten sich daher zu einem schönen sphärischen Gesamtklang.

Anthony Cragg orientiert sich bevorzugt am unendlichen Formenreichtum anorganischer, nicht beseelter Natur. Menschliche Bezüge stellen sich lediglich in der Erinnerung an von Menschen geschaffenen Formen wie Gefäßen her. Dadurch öffnet sich ein Zeitraum, der außerhalb menschlicher Erinnerung leigt und in eine unerreichbare Zukunft reicht. Die Bewegungsbögen zwischen den Skulpturen ereignen sich in so riesigen Dimensionen, dass sie trotz ihrer Binnendynamik eine klassische Ruhe ausstrahlen. Auf der Erde gibt es dafür nur eine vergleichbare materielle Erscheinung: Den Ozean mit seinen endlos anrollenden uns abschwellenden, scheinbar gleichen aber niemals sich wiederholenden Wellen.

Ingrid Mössinger

Das klingt und sit sehr spannend und wir laden Sie ein, sich dieser Editon zu widmen und in Inspiration und Improvisation zu versenken.

Die CD in unserem Shop.

Fotos: Franz Wagner-Streuber

Streichquartette von Theodor Kirchner und Robert Schumann

Kompositorische Schätze und Interpreten der Region sollen 2001/2 das noch junge Label auris subtilis zieren und folgerichtig vereinten sich die Streichquartette von Theodor Kirchner und Robert Schumann einspielend das Robert-Schumann-Quartett mit einführenden Texten des ehemaligen GMD der Robert Schumann Philharmonie Dieter-Gerhardt Worm und des Direktors des Schumann-Hauses Zwickau Dr. Gerd Nauhaus sowie einer Betrachtung Addi Jacobis zur einheimischen Literatur der Zeit als diese Kompositionen entstanden sind. Einfarbig getönte Fotos von Dieter Wuschanski von der Aufnahmenprobe auf der Bühne der Oper Chemnitz sowie geschichtsbezogene Abbildungen der Dichter und Komponisten sprechen für Aufwand und Akribie dieser Edition mit 2.000 nummerierten und signierten Exemplaren.

Die Aufnahme wurde puristisch mit zwei Sennheiser-Mikrofonen MKH-20 nach dem „One-Point-Recording“-Verfahrendurch den direkten Weg von den Mikrofonen zu dem DAT-Recorder von Horst Springer produziert. Auf zwischengeschaltete, klangbeeinflussende Mixer wurde verzichtet. Die Einspielung wurde im Mai und Juni 2001 an vier Aufnahmetagen in der Stadtkirche „Zu unseren lieben Frauen auf dem Berge“ in Penig realisiert.

Damit ist ein Moment Chemnitzer Kunst- und Kulturgeschichte festgehalten worden. Nach fast zwanzig Jahren hat sich viel verändert, auf diesen Moment der Entstehung und den Inhalt der Edition läßt sich aber zurückgreifen. Ich lege Ihnen dieses Wissen in Erfahrung und Genuß warm ans Herz.

Die CD finden Sie in unserem Shop.

Franz Wagner-Streuber

Nur Tropfen – Kammermusik in der Villa Koerner

Mit Kammermusik von Theodor F. Kirchner aus der Villa Koerner wird der Zyklus der CDs in Verbindung mit dem Schaffen des belgischen Architekten Henry van de Veldes in Chemnitz fortgesetzt. Gleichermaßen umfangreich und auskunftsreich wird über die Architektur, den Bau, die spätere Nutzung und die realisierte Sanierung sowie die Familie des Bauherren berichtet. Zugänglichkeit und Nutzung der Villa in der Beyerstraße 25 ist den Architekten Peter Apfel und Olaf Pfeifer zu verdanken. Über die Geschichte und heutige Nutzung gibt www.villa-koerner.com Auskunft.

Die vorliegende CD entstand in Folge eines Konzerts der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V. im Rahmen der Chemnitzer Begegnungen am 19. Oktober 2003 in der Villa Koerner. Die Tonaufnahmen wurden im März 2004 im Kleinen Saal der Stadthalle Chemnitz eingespielt.

Peter Rösel – Klavier
Robert-Schumann-Quartett

Klavierquartett c-Moll für Klavier, Violine, Viola und Violincello op. 84
Capricen für Klavier op. 27
„Nur Tropfen“ Ganz kleine Stücke für Streichquartett

Die kammermusikalischen Kompositionen von Theodor F. Kirchner stehen in engem Zusammenhang zur biografischen Herkunft des Komponisten (Neukirchen bei Chemnitz u. Wittgensdorf) sowie dessen Freundschaft zu Robert Schumann und Brahms. Hier stellen sich wiederum Beziehungen her zu den bereits im Label auris subtilis herausgegebenen Violinsonaten von Robert Schumann und der F.A.E. – Sonate und den Streichquartetten von Schumann und Kirchner.

Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Ein musikalischer Salon in der Villa Esche

Kultur im Bürgerlichen Haus  – exemplarisch als Architektur und Einrichtung gestaltet – war selbst nach der Wiedereröffnung der Villa Esche in Chemnitz nicht fühlbar. Mit den Konzerten und Veranstaltungen, dem Sommerfest und den Brautsuppen ist eine Anknüpfung an über Jahrzehnte Verschüttetem versucht worden. Die Bibliothek im Herrenzimmer, die Rückkehr eines Blüthner-Flügels im Musiksalon und die Präsenz des Notenschranks implizierten die Frage nach dem musikalischen Leben in der Villa.
Ingo Esche schrieb zum Entstehen dieser Edition:

… ich hatte Gelegenheit, mit meinem Vater in Rio de Janeiro ueber die „musikalischen Taetigkeiten“  der Familie Esche zu sprechen. Leider muss ich Sie enttaeuschen – die Familienmitglieder haben keinen besonderen Hang zum Musizieren gehabt und dies auch nicht getan, dies betrifft sowohl die Familie Herbert Esche, wie auch die seines Bruders, meines Grossvaters Fritz Esche. Ausnahme war allein die Tochter von Herbert Esche – Erdmute – die in der Villa an der Parkstrasse Klavierstunden nahm und dann auch gut spielte. Mein Vater erzaehlte, dass es ein Klavier (Fluegel?) der Marke Ibach gewesen ist, das im 1. OG stand. Erdmute hat also nicht auf dem Bluethner-Fluegel im Musiksalon im Parterre ihre Stunden gehabt. Musik wurde ansonsten bei gesellschaftlichen Ereignissen gepflegt, wie bei der Brautsuppe. Dazu besitze ich Original-Menuekarten, die auch die Musikfolge fuer die Speisengaenge zeigen. Wir koennen sie bei Gelegenheit einmal zusammen durchsehen ….

Hingegen liest sich Henry van de Velde in seiner Formfindung von Musik wesentlich inspiriert:

„Ich liebe die ganze Reihe
der Saiteninstrumente,
die seit alter Zeit sich bemühen,
eine vollendete Form zu finden,
um den Ton einzuschließen;
ähnlich wie die Blumen es nie aufgeben,
zur Aufbewahrung ihrer Düfte ein immer
vollkommeneres Gefäß zu bilden.“

Die Menükarten und auch die in der Familie vorhandenen Brautsuppengeschenke sind 2003 Grundstock der Kabinettausstellung zur Geschichte der Brautsuppengesellschaften geworden (Vitrinen im Umgang 2. OG).

Auf Initiative von Frau Dr. Andrea Pötzsch hat die GGGmH mit dem Restaurant viele Jahre die Soiréen à la Brautsuppe anhand der Menükarten jeweils einen Abend gestaltet mit Ausschnitten der 10-15 Gänge, der Vorstellung der Geschichte des damaligen Gastgebers (eines Chemnitzer Unternehmers) und mit der damals gespielten Musik). Jedes Mal konnte Dr. Andrea Pötzsch Nachfahren der einstigen Gastgeber ausfindig machen, die mit dabei waren. Im Laufe der Zeit waren dann noch mehr Menükarten und Brautsuppengeschenke von anderen Nachfahren dazugekommen, sodass die Ausstellung auch noch einmal erweitert wurde.

Vladimir Stoupel – durch die Einspielung unserer ersten Edition „Das Klavierwerk Arnold Schönbergs in der Villa Esche“ wärmstens mit dem Geist des Hauses vertraut – begeisterte den Frankfurter Privatier Klaus Mössele in das Projekt der vorliegenden Edition zu investieren, die wir Ihnen hiermit warm ans Herz legen.

Die Aufnahme wurde puristisch mit zwei Sennheiser-Mikrophonen MKH-20 nach dem „One-Point-Recording“ – Verfahren durch den direkten Weg von den Mikrophonen zu dem DAT-Recorder produziert. Auf zwischengeschaltete, klangbeeinflussende Mixer wurde verzichtet. Die Aufnahme realisierte Horst Springer am 27. September 2002 im Rahmen eines öffentlichen Konzerts der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V.
Flügel: Steinway & Sons 1925,
Modell O, Pianohaus Hofmann
Violine: Carlo Ferdinando Landolfi, 1754

Sonaten für Violine und Klavier
von Schumann, Brahms und Dietrich
Anna Rabinova, Violine · Vladimir Stoupel, Klavier

Die Edition finden Sie in unserem Shop hier.

20 Jahre auris subtilis

Mit der ersten bibliophilen, limitiert und nummerierten Edition gründete sich das CD-Label auris subtilis im Jahr 2001 mit dem in der Villa Esche aufgezeichneten Konzert von Vladimir Stoupel als Live-Aufnahme von DeutschlandRadio Kultur mit dem Klavierwerk Arnold Schönbergs.

Es war noch die Sturm- und Drang-Zeit nach der Wende, in der noch vieles unfertig war, gerade im Wachsen, im „noch nicht wissen, wie es werden wird“. Es war eine Zeit für echte Visionen und auch für manche Versprechen, die nicht gehalten wurden, Hoffnungen, die sich erfüllten oder auch nicht. Eine sehr reiche Zeit.

Für viele war es deshalb eine Überraschung, als die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. Anfang des Jahres 1998 Freunde und Gäste zu einem Klavierabend mit Arkadi Zenzipér in die kahlen und kalten Räume der Villa Esche einlud. Das stark sanierungsbedürftige Haus war der Öffentlichkeit viele Jahre verschlossen und die zukünftige Nutzung ungewiss. Dort ein Konzert anzusetzen, hatte Anteile des Mahnens, eine Chance zu nutzen und war zugleich mit der Durchführung mutig und provokativ.

Erst im folgenden Frühjahr, nach dem Erwerb der Villa und der fachkundigen Sanierung durch die Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft mbH, erhielt die Stadt Chemnitz und die kunstinteressierte Öffentlichkeit im Sommer 2001 ein kulturhistorisches Kleinod von internationalem Rang zurück. Peter Naujokat für die GGGmbH und Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert verwirklichten gemeinsam mit dem Architekten Werner Wendisch eine behutsame Wiedererweckung der Villa mit einem heute noch wirksamen Nutzungskonzept.

Mit ihrem zweiten Klavierabend – anläßlich der Arnold-Schönberg-Ehrung 2001 – begründete die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. eine Reihe von Konzerten in der Villa. Die limitierte Veröffentlichung dieses zweiten Konzertabends in dem neuen CD-Label auris subtilis soll den Beginn einer Sammlung von anspruchsvoll gestalteten Produktionen begründen.

In dieser Edition gehen fundierte Text- und Bildbeiträge auf die Kompositionen, den Chemnitzer Textilfabrikanten Herbert Eugen Esche als Auftraggeber der für die Familie genutzten Villa durch den befreundeten Architekten und Designers Henry van de Velde entworfen und ausgeführt und einbindend die Episode des Besuchs Edward Munchs mit seinen in der Villa entstandenen Familienportraits ein.

Zwei weitere Editionen folgen mit dem Musiksalon in der Vila Esche und den Kammermusikwerken von Theodor F. Kirchner in der Villa Koerner – einem weiteren Van de Velde-Denkmal in Chemnitz.

Die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. und das Label bedanken sich bei allen Freunden und Förderern, welche die vorliegende Publikation durch ihre Inspiration und Hilfe begleiteten und ermöglichten. Wir wünschen allen Kunstsinnigen unverändert Freude an unserer Komposition aus Tönen, Worten, Farben und Formen.

Die CD finden Sie in unserem Shop hier.

Für Tagträumer – Tiramisu für die Seele!

„An Situationen wie diese erinnern wir uns gern, als ein Spiel von möglicher Zuwendung, als taggeträumte Lebensoptionen, die sich beim Verlassen des Raumes wieder verflüchtigen. Einmal erlebt, treten sie als Glücksgefühl und Sehnsucht immer wieder aus dem Vergangenen hervor.“

Vielleicht mach wir uns am Tag Feinde, auf die Wunden unsere Gesellschaft zu weisen …. Öffnen die Cafés? Werden die Fensterspalten geschlossen? Drohen Dammbrüche? Die Zeit wird es konkret zeigen.

Wir haben die Zeit genutzt und etwas Staub in unserem Lager gewischt und dabei süße Melodien zum Schwärmen gehört: Fritz Kreisler, Werner Bochmann, Paul Lincke, Franz Drdla, Vittorio Monti, Enrico Toselli, Nikolai Rimskij-Korsakov, Jules Massenet, Pablo de Sarasate, Achille Simonetti, Cyrill Scott, Zdenék Fibich, Georges Boulanger, Isaak Albéniz und Peter Kreuder gespielt von Konzertmeister Hartmut Schill begleitet von seinem Vater, aufgenommen am 19. Mai 2007 im Restaurant Janssen an der Chemnitz.

„Sie gehen in ein Café, um nicht allein zu sein. Sie gehen in einen Raum zu Menschen, die Sie nicht kennen, die einfach da sind. Ein Blick von gegenüber, Gesprächsfetzen vom Nebentisch, die Ahnung eines Duftes ergreift irgendwann Ihre Aufmerksamkeit und hält Ihre Gedanken für eine Weile gefangen.

Von einem verschlissenen Klavier sehr einfühlsam begleitet, erzählt selbstversunken eine Geige – inmitten störend gestörter Stimmen – aus ihrer eigenen Welt. Das sind die zufälligen Streicheleinheiten für Genießer, das ist Tiramisu für die Seele!“

Für die ersten 10 Bestellungen dieser CD gilt der traumhafte Sonderpreis von 12 €

 

In diesen besonderen Zeiten

Seit fast 20 Jahren engagiert sich das Klassik-Label auris subtilis aus Sachsen in Klassik, Folk, Jazz und Tango für Künstler und Komponisten mit sächsischem Bezug und unterstützt damit eine Präsenz auf der Bühne und in den Wohnzimmern.

Die letzten Wochen zeigen existenzielle Risse in der Gesellschaft, die sich auch in der Kunstlandschaft niederschlagen und in den nächsten Monaten wahrscheinlich noch zunehmen. Viele bewegt, wie sie unter den dramatischen Umständen damit umgehen und überleben können. In diesen besonderen Zeiten sterben andere und andere bekommen Zeit geschenkt. Für manche ist das zu viel.

Unsere unten aufgeführten Empfehlungen verbinden wir mit einem Sonderangebot. Sie kosten auf unserer Seite für die ersten 50 Bestellungen 9,90 € statt 16,00 € verbunden mit einer Bitte: die Preisminderung soll Anlass sein, darüber nachzudenken, wie Sie Musikern unter die Arme greifen können, weil sie nicht regulär in Lohn und Brot stehen, die Bühne geschlossen ist und fehlt und Pädagogen der Unterricht ersatzlos entfällt. Der Sächsische Musikrat bietet dafür z.B. eine Plattform.

Wir wenden uns hiermit gegen die Schwemme von kostenfreien Streams. „Applaus ist des Künstlers Brot“ ist für uns eine sehr einseitige Aussage. Beifall, Anerkennung und Würdigung ist wichtig. Von Likes und Smileys allein kann man sich keine Kleidung kaufen, kein Brot, keine Miete bezahlen und auch keine Noten und keine Instrumente.

Das Internet ist ein hervorragendes Mittel und wir nutzen es ja hier auch, um zu informieren, anzubieten und einen gerechten Anteil am Reichtum der Welt zu haben und zu bewirken. Klugheit ist gefragt, die künstlerische und ethische Selbstdisziplin, das richtige Maß zu finden für die Funktion, den richtigen Anstand und Abstand für Nähe, Freude und Glück. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ ist unser Credo und dazu leisten wir einen Beitrag.

Deshalb werben wir für würdige Formen und für gute Musik. Mit unseren empfohlenen Editionen gönnen Sie sich etwas Freude und sind im übertragenen Sinne inspirierte Musiker und Toningenieure, damit die Balance in Ihrem Umfeld stimmt.

Unsere empfohlenen Editionen:

Neuerscheinung

Aufblick – Verdi, Wolf, Urbaitis, Reger und Nystedt

Mit dieser Einspielung dokumentiert der Kammerchor der Kreuzkirche Chemnitz unter der Leitung von Steffen Walther sein über die Jahrzehnte anhaltendes Engagement für geistlichen A-cappella-Chorgesang. Dabei liegt der Focus gleichermaßen auf neu entdeckten Werken bis hin zur Gegenwart wie auch auf klassischem Repertoire.
Der Kammerchor integriert dabei seine künstlerischen Gestaltungselemente in Konzerte, Vespern und Gottesdienste der neu fusionierten Gemeinde St. Jakobi-Kreuz Chemnitz und strahlt darüber weit hinaus in die gesamte Region.
Das Programm dieser Einspielung verbindet spätromantische Chormusik mit Werken der Klassischen Moderne zu einer spannenden Synthese, in der sich die einzelnen Werke gleichsam gegenseitig kommentieren und in Beziehung zueinander setzen.

Zur CD hier

Nachauflage der Neuausgabe erschienen

Die Weltersteinspielung in einer Doppel-CD mit zehn der überwiegend in Paris entstandenen Sinfonien von Carl Philipp Stamitz (1745 – 1801) erfreute sich einem hohen Interesse und einer so großen Nachfrage, dass wir uns zum Frühjahr, knapp ein viertel Jahr nach der Erstpublikation, entschlossen.
Wir gratulieren dem Ensemble Amadeus und seinem Leiter Normann Kästner zu der gelungenen Einspielung!

Link zur CD hier

Neue Website von auris subtilis am Start!

Mitte Oktober geht unsere letzte Produktion Mozart in Jazz mit dem Stephan König Trio in den Online-Verkauf und in den Vertrieb von Harmonia Mundi und ist somit weltweit für den Fachhandel verfügbar. „Intelligent inspiriert, groovender Sound in stilvollem Ambiente“ wird als Attribute dieser Edition transportiert.

Grund genug für uns, auch mit unserer neu gestalteten Website online zu gehen. Das frische Layout, der überarbeitete Katalog, die aktualisierten Genres und der mit den komplettierten Zahlungsfunktionen ausgestattet CD-Shop schaffen Übersichtlichkeit zu den reichlich 80 Produktionen. Ein hoher Informations- und Servicewert soll Interessenten und Käufern ermöglichen, leicht das ansprechend Richtige zu finden und sich daran zu erfreuen.

Noch nicht sämtliche Details haben wir in Gänze komplettiert, wir werden noch fleißig daran arbeiten, doch es lohnt sich bereits, nach einer Lieblings-CD zu suchen.

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